• 28.07.2010, 09:44:19
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Urlaubszeit ist Einbruchszeit - rechtzeitig schützen

Technische Sicherheitsmaßnahmen und soziale Kontrolle durch eine gut funktionierende Nachbarschaft schrecken Täter ab. Die psychischen Folgen eines Einbruchs werden oft unterschätzt.

Wien (OTS) - Sommerzeit ist Urlaubszeit - das gilt allerdings
nicht für Einbrecher, denn für sie bietet die Abwesenheit der
Bewohner gute Gelegenheiten für Einbrüche. Laut Kriminalstatistik ist
die Zahl der Einbrüche im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Dennoch passierten in den Monaten
Jänner bis Juni 2010 in Österreich 5.270 Einbrüche in Wohnungen und
4.208 Einbrüche in Einfamilienhäuser und damit mehr als 50 Einbrüche
pro Tag. "Aus Täterbefragungen wissen wir, dass schon einfache
Schutzmaßnahmen ausreichen, um Täter abzuschrecken. Denn für
Einbrecher sind die ersten Minuten entscheidend - gelingt es nicht,
schnell in das Haus oder die Wohnung einzudringen, wird meist ein
anderes Objekt ausgewählt", sagt Anton Dunzendorfer, Leiter des
Bereichs Forschung im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).
Sicherheitstüren, Fenstersicherungen sowie Alarmanlagen sind daher
wichtige Maßnahmen, um Täter abzuschrecken. "Einbrecher scheuen gut
gesicherte Wohnungen, denn je länger es dauert,
Sicherheitsvorkehrungen zu überwinden, desto größer ist die
Wahrscheinlichkeit, dass sie entdeckt und gefasst werden. Die
Investition in technische Sicherungsmaßnahmen zahlt sich aus", betont
Dunzendorfer.

Nachbarschaftliche Beziehungen erhöhen die Aufmerksamkeit
Neben technischen Maßnahmen trägt auch die soziale Kontrolle durch
Nachbarn dazu bei, die Wahrscheinlichkeit von Einbrüchen zu
verringern. In einer gut funktionierenden Nachbarschaft ist die
Aufmerksamkeit z.B. in Wohnhäusern gegenüber hausfremden Personen und
ungewöhnlichen Geräuschen höher. Auch Nachbarschaftshilfe, wie das
Entsorgen von Reklamematerial oder Zeitungen, während Bewohner auf
Urlaub sind, beugt Kriminalität vor. "Einbrecher scheuen den Kontakt
zu Bewohnern. Daher ist es besonders wichtig, Anwesenheit zu
demonstrieren und Postwurfsendungen entfernen zu lassen. Auch das
Ein- und Ausschalten von Beleuchtung und Radios mittels
Zeitschaltuhren lässt Wohnungen und Häuser bewohnt wirken", so
Dunzendorfer.

Psychische Auswirkungen von Einbruch oft unterschätzt
Neben dem materiellen Verlust von Bargeld, Schmuck oder
elektronischen Geräten haben Einbrüche aber meist auch psychische
Auswirkungen. "Das Eindringen von Fremden in den eigenen Wohnbereich
ist ein Eingriff in die Privatsphäre, der bei vielen Betroffenen dazu
führt, dass sie sich im eigenen Heim nicht mehr sicher fühlen. Oft
bleibt ein Gefühl von Angst und Unsicherheit", erklärt Dunzendorfer.
Die psychischen Folgen eines Einbruchs können Nervosität, Angst vor
dem Alleinsein oder Schlafstörungen auslösen und im Extremfall als so
belastend erlebt werden, dass sogar die Wohnung gewechselt wird.

Rückfragehinweis:
Kuratorium für Verkehrssicherheit, Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Tel.: 05 77 0 77-1906
mailto:[email protected]
www.kfv.at

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