- 27.07.2010, 11:29:11
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Halbjahresbilanz der NÖ Schuldnerberatung
Scheele: "Flächendeckendes Angebot war wichtiger Schritt"
St. Pölten (OTS/NLK) - Im Rahmen einer Pressekonferenz
präsentierte Landesrätin Mag. Karin Scheele gemeinsam mit Dr.
Roswitha Mikusch heute, 27. Juli, in St. Pölten die Halbjahresbilanz
der NÖ Schuldnerberatung.
"Trotz Einsparungen im gesamten Budget ist es gelungen, die
Leistungen der NÖ Schuldnerberatung in vollem Umfang
aufrechtzuerhalten und den flächendeckenden Ausbau der
Beratungsstellen in allen Bezirken des Landes umzusetzen", betonte
Scheele.
Durch diese zu Jahresbeginn vollendete Ausweitung stieg die Anzahl
an betreuten Personen von 4.110 im Jahr 2009 auf 4.450. Außerdem
konnten die außergerichtlichen Ausgleichsverfahren deutlich
gesteigert werden, die Zahl der gerichtlichen
Schuldenregulierungsverfahren ging dagegen zurück.
"Der Spielraum für die Menschen wird immer enger, weshalb der
flächendeckende Ausbau der Schuldnerberatung ein äußerst wichtiger
Schritt war", so die Landesrätin.
Seit heuer werden in allen Bezirken auch Sprechtage angeboten,
wobei in Mödling, Tulln und Baden die größte Nachfrage herrscht.
Ein wesentliches Betätigungsfeld der Schuldnerberatung war auch im
abgelaufenen Halbjahr die Prävention. Dabei sollen vor allem die
Jugendlichen erreicht werden: "Bei Jugendlichen müssen wir mit der
Schuldenprävention rechtzeitig beginnen, am besten vor dem Einstieg
ins Berufsleben. Wir müssen sie über ihr individuelles Fehlverhalten
aufklären, sie jedoch auch auf Schuldenfallen hinweisen", meinte
Scheele.
Im ersten Halbjahr wurden 2.443 SchülerInnen mit Vorträgen
erreicht. Für den Herbst ist eine weitere Intensivierung dieser
Tätigkeit geplant. Auch für Erwachsene wurden Vorträge abgehalten,
die 319 TeilnehmerInnen besuchten.
Die Durchschnittsverschuldung liegt bei rund 76.000 Euro, wobei
Einkommensverlust, Arbeitslosigkeit sowie die schlechte Planung bei
Ausgaben bzw. Einnahmen die Hauptgründe darstellen.
Des Weiteren ist festzustellen, dass die Banken Kredite und
Kontoüberziehungen restriktiver vergeben, was vor allem auf das neue
Verbraucherkreditgesetz zurückzuführen ist, das die Banken dazu
verpflichtet, Personen zu warnen, wenn sie sich einen Kredit nicht
leisten können.
Nähere Informationen: Büro LR Scheele, Rita Klement, Telefon
02742/9005-12560.
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12172
www.noe.gv.at/nlk
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