- 26.07.2010, 13:02:28
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Hundeführschein - SP-Valentin: "Großes Interesse an Prüfung für Hundeführschein"
Stadt initiiert gemeinsam mit Tierschutzhaus ein "Resozialisierungsprojekt für Problemhunde"
Wien (OTS/SPW-K) - "Seit Einführung des Hundeführscheins - also
seit 1.Juli - wurden bei der MA 60 bisher 540 verpflichtende
Hundeführscheine beantragt. Über die Helpline gibt es täglich rund
100 Anfragen zum Thema. Zu Beginn des Monats waren es bis zu 200",
sagt der Vorsitzende des Umweltausschusses, SPÖ-Gemeinderat Erich
Valentin zu Kritik von ÖVP und FPÖ an dem von der Wiener Bevölkerung
gewünschten Hundeführschein für gefährliche Hunderassen. 89 Prozent
der Wienerinnen und Wiener haben sich bei der Volksbefragung dafür
ausgesprochen, dass es künftig für bestimmte Hunde einen
verpflichtenden Führschein geben soll. "Es ist erstaunlich, wie
vehement ÖVP und FPÖ die Umsetzung dieses Bevölkerungswunsches
torpedieren!", sagt Valentin.
"Der Hundeführschein soll Ängste und Risken minimieren und für ein
friedliches Zusammenleben von Mensch und Hund in der Großstadt
sorgen. Die zuständige Fachdienststelle, die MA 60, sieht sich als
Partnerin für alle Hundehalterinnen und Hundehalter", sagt Valentin.
Wien ist mit dem Führschein für bestimmte Hunde auch internationalen
Beispielen wie etwa Deutschland gefolgt, wo alle bis auf zwei
Bundesländer ähnliche oder strengere Regelungen haben.
Betroffen von der neuen Regelung sind jene Hunderassen, die eine
große Bisskraft haben und deren Bisse oft zu schwerwiegenden
Verletzungen führen. Über diese Hunde gibt es bei der
Tierschutzombudsstelle häufig Beschwerden und sie landen nach
Unfällen verstärkt als auffällige und aggressive Hunde in den
Tierheimen. "Diese Hunde machen insgesamt knapp fünf Prozent aller in
Wien gehaltenen Hunde aus. Diese nicht einmal fünf Prozent sind für
fast 25 Prozent aller Hundebisse verantwortlich", sagt Valentin.
Resozialisierungsprogramm für Problemhunde
Zur Entlastung in Bezug auf den Umgang mit Problemhunden,
initiiert die Stadt Wien außerdem in Kooperation mit dem Wiener
Tierschutzverein ein Pilotprojekt. So wird Die Tierschutzombudsstelle
Wien gemeinsam mit dem Tierschutzverein unter wissenschaftlicher
Begleitung ein Resozialisierungsprogramm für diese Hunde erstellen.
Das Programm soll auch dazu beitragen, die Tiervergabe zu verbessern
und zu beschleunigen. Die Hunde sollen jedenfalls durch gezieltes
Training Vertrauen in ihre zukünftigen HalterInnen zurückgewinnen.
Ziel ist, den Hunden ein trostloses Dasein im Zwinger zu ersparen.
Ein erster Workshop mit internationalen ExpertInnen wurde bereits
abgehalten. Konkrete weitere inhaltliche Schritte folgen im Herbst.
Das Wiener Tierschutzhaus ist vor allem auch durch Hunde aus
Niederösterreich belastet. Die dortige Kampfhunde-Regelung und die
zehnmal höhere Hundesteuer, veranlasst mehr niederösterreichische
HundehalterInnen, ihre Hunde abzugeben, als Wiener Hundehalter.
Darüber hinaus unterstützt die Stadt Wien das Tierschutzhaus mit
300.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen. Die Arbeiten sind vergangene
Woche angelaufen.
Weiters hat eine Planungsrunde zu einem Gesamtkonzept zur
Tierversorgung in Wien ihre Arbeit aufgenommen, gemeinsam mit
Tierschutzverein und ExpertInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und
Bau. Ziel ist es, innovative Strategien für die Sicherstellung der
Tierversorgung zu entwickeln und auch hier neue Maßstäbe zu setzen.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Tel.: 01/4000 81 941
www.rathausklub.spoe.at
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