• 22.07.2010, 16:05:09
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"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Erholsames Schweigen"

FPÖ-Chef Strache ist auffallend ruhig. Leider wohl nicht mehr lange.

Wien (OTS) - Etwas Seltsames passiert in diesem Land. Von
FPÖ-Vormann Strache hört man wenig. Hier ein kurzer Kommentar zur
Causa Zogaj, da ein Rüffelchen für die Regierung wegen der
Budget-Verschiebung, dort leiser Zweifel daran, dass Rote und
Schwarze die Privilegien in der Nationalbank beseitigen. Sonst
nichts. Hat es dem Brachial-Rhetoriker die Red' verschlagen?
Straches Zurückhaltung bei den Nationalbankern erstaunt besonders.
Sein ehemaliger Mentor Jörg Haider hat diese anno dazumal als
Gagen-Kaiser geoutet - und damit hohes politisches Kapital lukriert.
Dass Strache ein Asyl-Volksbegehren en passant ankündigt,
überrascht ebenfalls. Einst wurde eine derartige Initiative in
blauen Reihen groß inszeniert.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Des Freiheitlichen
Getöse fehlt niemandem. Es zeigt sich lediglich: Wenn er nicht hetzt
und fetzt, fällt er nicht auf. Inhaltliche Würfe sind ja seine Sache
nicht. Auch anderweitig tut er sich nicht hervor; Skandale hat seine
Partei schon lange nicht mehr aufgedeckt. Und so wird Strache
angesichts der bevorstehenden Wien-Wahl bald wieder das machen, was
er am besten kann: krakeelen. Bis dahin ist geraten, sein Schweigen
zu genießen.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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