- 22.07.2010, 14:17:12
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Todt für Reformierung der Invaliditätspension durch mehr Prävention und Einführung der "Gesundheitsstraße"
Wien (OTS/SK) - Bundesrat Reinhard Todt begrüßte die aktuellen
Vorschläge zur Pensionsreform von Sozialminister Rudolf Hundstorfer
in der am Donnerstag stattgefundenen Bundesratssitzung. Als ersten
wichtigen Punkt forderte er die schnellstmögliche Einführung der
bundesweiten "Gesundheitsstraße". Das würde bedeuten, dass in Zukunft
das AMS die Pensionsversicherung beauftragen kann, Untersuchungen zur
Arbeitsfähigkeit bzw. zur Arbeitsunfähigkeit vorzunehmen und das
Ergebnis dieser Untersuchung dann auch bindend für das AMS ist. Damit
wäre der Doppelaufwand von AMS und Pensionsversicherung mit dem
verbundenen Zeit- und Kostenaufwand ein für alle mal vom Tisch. ****
"Die Gesundheitsstraße ist ein wichtiger ökonomischer und sozialer
Schritt in die richtige Richtung. Man schlägt dabei zwei Fliegen mit
einer Klappe- auf der einen Seite würde diese
Verwaltungsvereinfachung eine Einsparung von 4 Millionen Euro bei der
Pensionsversicherung bewirken und auf der anderen Seite wird dem
ewigen entwürdigenden Hin- und Herschicken für die Betroffenen ein
Ende bereitet", so Todt in seiner heutigen Plenumsrede.
Für Todt ist die Förderung der Prävention in der Arbeitwelt ein
wichtiger Schlüssel zur Verringerung der Invaliditätspensionisten und
auch für alle anderen Pensionisten, die direkt aus der
Arbeitslosigkeit in Pension gehen müssen. Viele ältere Menschen
finden heutzutage keinen Job mehr. "Das Modell 'Fit to work' des
Sozialministeriums sehe ich als einen sehr guten Ansatz, damit die
Menschen länger gesund im Erwerbsleben bleiben können. Bei diesem
Modell sollen Betriebe durchleuchtet werden, die Menschen frühzeitig
in Pension schicken und die Ursachen der Krankheit der Betroffenen
aufgespürt werden", erklärte Todt.
"Die Arbeitswelt muss gesünder werden, rund 30 Prozent der
Invaliditätspensionen werden heutzutage psychischen Krankheiten
zugeordnet. Das Bewusstsein für Prävention in der Arbeitswelt muss
durch ein gezieltes Maßnahmenpaket, wie z.B. den Einsatz von
Arbeitspsychologen, als dritte verpflichtenden Präventivkraft in
Betrieben oder durch mehr Verbindlichkeit bei der Evaluierung der
psychischen Belastungen nach dem ArbeitnehmerInnenschutzgesetz
erzielt werden," führte Todt aus.
Notwendig seien auch spezielle Anreizmodelle für Firmen und
Arbeitnehmer, um älteren Menschen die Chance zu geben länger im
Erwerbsleben bleiben zu können. "Ich kann hierbei die Forderung des
Sozialministers nur unterstreichen, dass wir mit der Wirtschaft
gemeinsam versuchen müssen sinnvolle Modelle zu kreeiren, damit
ältere Arbeitnehmer für Betriebe attraktiver werden. Österreich soll
kein Land von Frühpensionisten werden", schloss Todt. (Schluss) sm/mp
Rückfragehinweis:
Rückfragehinweis: Julia Awecker, PVÖ, Tel.: 01/313 72 DW 31, Email: [email protected]
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