• 21.07.2010, 13:51:37
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Liste Martin zu A. Werthmann: "Keiner der Vorwürfe widerlegt"

Feststellungen und konkrete Fragen an die abtrünnige Abgeordnete / "Liste Martin" bietet Wahrheitsbeweis an

Wien (OTS) - Laut APA-Meldung (20.7.2010) "weist Angelika
Werthmann sämtliche Vorwürfe und Unterstellungen der 'Liste Martin'
zurück, ohne darauf im Detail einzugehen". Eine solche
Pauschalzurückweisung ohne Argumente ist inakzeptabel und außerdem
wahrheitswidrig.

Die "Liste Martin" ist jederzeit bereit, für die vorgebrachten
Vorwürfe den Wahrheitsbeweis anzutreten. Insbesondere gilt dies
dafür, dass Frau Werthmann
- schriftlich zusicherte, im Falle eines zusätzlichen Mandatsgewinns
bei der EU-Wahl 2009 dieses Mandat im Sinne der Fairness mit
anderen Kandidaten zu teilen;
- den Ehrenkodex der "Liste Martin" trotz Aufforderung nicht
unterschrieb. Dieser Kodex beinhaltet den Verzicht auf zahlreiche
EU-Abgeordnetenprivilegien, unter anderem chauffierte
Limousinenfahrten und zahlreiche EU-Tagegelder;
- im EU-Parlament für eine erhebliche Erhöhung von finanziellen
Zulagen für EU-Abgeordnete stimmte, obwohl deren Abbau zu den
Kernanliegen der "Liste Martin" gehört;
- die Forderung der "Liste Martin", auf den exorbitanten
Gehaltszuwachs von EU-Beamten zu verzichten, nicht mittrug;
- sich monatelang in der Segelschule Mondsee aufhielt statt die
geforderte parlamentarische Arbeit zu leisten;
- für den neuen EU-Budgetentwurf stimmte, obwohl es darin von neuer
Verschwendung wimmelt und die grundsätzliche Umschichtung des EU
Budgets im EU-Wahlkampf ein Hauptthema der "Liste Martin" war;
- sich zum EU-Reformvertrag von Lissabon, dessen
demokratiepolitische Mängel stets im Mittelpunkt der Kritik
der "Liste Martin" standen, schon so unkritisch und zum
Verwechseln ähnlich äußert wie ÖVP-Abgeordnete;
- unentschuldigt Delegationssitzungen fernblieb und selbst jede Form
von Teamarbeit vermissen ließ;
- zu der nach Ihrem Abgang plötzlich aufgeworfenen Frage der
Wahlkampfkosten nie das Gespräch mit uns gesucht hat und das
Brüsseler Büro von H.P. Martin nie aufgesucht hat;
- sich seit einiger Zeit logistischer und personeller Hilfe aus ÖVP
Kreisen bedient;
- beim Verlassen der "Liste Martin" von ÖVP-Delegationsleiter Ernst
Strasser bereits eine medial positive Reaktion erhielt, bevor Hans
Peter Martin überhaupt von ihrem Schritt erfuhr;
- auffällig die vereinbarte Abgrenzung der "Liste Martin" zu
politischen Rechtsaußen durchbrach.

Folgende Fragen richten wir nun an Frau Werthmann:

Wie hoch schätzen Sie den Geldwert der inzwischen von Ihnen
erhaltenen personellen und logistischen Unterstützung durch
ÖVP-Kreise?

Welche politischen Fragen besprachen Sie mit den politischen
Rechtsaußen im EU-Parlament?

Welche Ratschläge ließen Sie sich von bestimmten Brüsseler
Medienkorrespondenten geben?

Wer brachte Sie auf die Scheinargumente, mit der Sie Ihren Abgang
und Wählerverrat dann öffentlich begründeten, die Sie uns gegenüber
aber zuvor nie geäußert hatten?

Warum beantworteten sie sorgenvolle E-Mails zahlreicher
Mitstreiter, darunter vom ehemaligen Klubsekretär der Grünen, trotz
wiederholter Mahnungen nie?

Warum haben Sie parlamentarische Mitarbeiter schon ab Herbst 2009
angewiesen, den Kontakt mit anderen Mitstreitern der "Liste Martin"
zu meiden?

Wie können Sie verantworten, dass Ihr Verhalten Wähler in Scharen
in die Arme der FPÖ treibt?

Mag. Martin Ehrenhauser
Dr. Hans-Peter Martin
Robert Sabitzer

Rückfragehinweis:
Büro Martin Ehrenhauser
Liste Hans-Peter Martin
Tel.: 0043 650 27 61 241
E-Mail: [email protected]
Web: http://www.ehrenhauser.at

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