- 21.07.2010, 13:11:28
- /
- OTS0147 OTW0147
Heinisch-Hosek: Finanzierung der Kinderbetreuung muss gesichert bleiben
Es wäre ein völlig falsches Signal, jetzt den Geldhahn zuzudrehen
Wien (OTS) - "17.000 neue Kinderbetreuungsplätze und 6000 neue
Jobs wären ohne die Ko-Finanzierung des Bundes nicht gelungen. Damit
haben wir den Ausbau beschleunigt und in Europa endlich Boden gut
gemacht", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in Reaktion
auf die heutigen Aussagen von Staatssekretärin Marek. Auch wenn
manche Bundesländer das verfügbare Geld wegen Engpässen bei der
Ausbildung der PädagogInnen und wegen baulicher Engpässe noch nicht
zur Gänze verwendet hätten, sei sie dafür, die Anstoßfinanzierung bis
zum Ende der Legislaturperiode fortzusetzen.
"Es wäre ein völlig falsches Signal, jetzt den Geldhahn zuzudrehen",
so die Frauenministerin weiter. Es sei wirtschaftspolitisch falsch,
denn in kaum einem anderen Bereich entstünden so viele neue Jobs. Und
je mehr Plätze entstehen, desto mehr Frauen würden am Arbeitsmarkt
zur Verfügung stehen, so Heinisch-Hosek weiter. Es sei überdies auch
gesellschaftspolitisch falsch, die Finanzierung der Kinderbetreuung
einzustellen, "denn wir müssen alles dafür tun, damit Beruf und
Familie gut miteinander zu vereinbaren sind - für Frauen und für
Männern", sagte die Ministerin.
"Leider können wir derzeit nur jedem sechsten Kinder unter drei
Jahren einen Betreuungsplatz anbieten", so Heinisch-Hosek. Beim
Ausbau der Kinderbetreuung wisse sie die Sozialpartner, die
Industriellenvereinigung und die Bundesländer als Bündnispartner
hinter sich. Damit die Anstoßfinanzierung weitergeführt werden könne,
ohne frisches Geld in die Hand nehmen zu müssen, habe sie einen
WIFO-Vorschlag aufgegriffen. Mann könnte den
Alleinverdienerabsetzbetrag für Eltern, die keine Kinder (mehr)
betreuen, streichen und das Geld statt dessen in die Kinderbetreuung
investieren. Härtefälle müssten selbstverständlich ausgenommen
werden. Laut Berechnungen des WIFO könnten so 60 Millionen Euro
lukriert werden. "Das wäre genau jenes Geld, das wir für den Ausbau
der Betreuungsplätze bis zum Ende der Legislaturperiode brauchen",
erläuterte Heinisch-Hosek.
Weiters machte Heinisch-Hosek deutlich, dass es nicht einzusehen sei,
wieso Eltern in Vorarlberg andere Bedingungen bei der Kinderbetreuung
vorfinden als Eltern im Burgenland. Jedem Kind sollten gleiche
Bedingungen und Fördermöglichkeiten in ganz Österreich zur Verfügung
gestellt werden, daher setze sie sich für die Einführung von
bundeseinheitlichen Mindeststandards in der Kinderbetreuung ein. Denn
etwa bei der Frage, wie lange die Kinderbetreuungseinrichtungen jedes
Jahr geschlossen sind, seien die Eltern je nach Bundesland mit sehr
unterschiedlichen Bedingungen konfrontiert. Eltern in Vorarlberg
müssen über zehn Wochen (50,9 Tage) mit geschlossenen Kindergärten
zurecht kommen, während in Wien die Kinderbetreuungseinrichtungen
weniger als zwei Wochen im Jahr geschlossen sind (7,8 Tage), sagte
die Ministerin abschließend.
Rückfragehinweis:
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Mag. Dagmar Strobel
Tel.: (01) 531 15 - 2149
mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NBU






