• 21.07.2010, 12:45:49
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ARBÖ warnt vor "Schnellschuss" Umweltzone

Langfristige Maßnahmen mit langfristiger Wirkung besser, als unausgegorene Umweltzonen einzuführen - Studie bestätigt: Wirkung einer Umweltzone ist nicht gegeben

Graz (OTS) - "Langfristige Maßnahmen, mit langfristiger Wirkung
sind anzudenken, um eine spürbare Emissionsreduktion zu erzielen.
Eine Umweltzone bringt eine geschätzte Emissionsreduktion von 1,26
Prozent. Von einer solchen Zone hat man also, ein Jahr ohne
Abänderungen der Bedingungen, nur geringsten Nutzen", so Hans
Marcher, Landesgeschäftsführer des ARBÖ Steiermark. Ein
"Schnellschuss" Umweltzone würde daher in die komplett falsche
Richtung losgehen.

"Gut durchdachte Lösungen in Zusammenspiel von Mobilität und
Umwelt würden auf Dauer mehr bringen, als ein Schnellschuss, der
obendrein in die ganz falsche Richtung losgeht", ist Marcher aufgrund
einer aktuellen Studie des JOANNEUM RESEARCH überzeugt. "Wie wir
vermutet haben, hätte eine Grazer Umweltzone eine enorm negative
Auswirkung auf den Handel und Tourismus. Sogar als Jobkiller gilt sie
mittlerweile." Umsatzeinbußen für Handel und Tourismus in der Höhe
von 430 Mio. Euro, sowie ein horrender Beschäftigungsrückgang sind
prognostiziert. Wenn man an der Planung einer Umweltzone festhält,
könnte das andere Städte freuen, denn viele werden es sich zweimal
überlegen nach Graz zu kommen. "Die Studie besagt eindeutig, dass
eine Wirkung nicht gegeben ist", so der Landesgeschäftsführer des
ARBÖ Steiermark. Autofahrerinnen und Autofahrer würden obendrein vor
enormen Finanzierungskosten für einen vorzeitigen Fahrzeugwechsel,
einer erhebliche Wertminderung ihrer Gebrauchtfahrzeuge, sowie
Nachrüst- und Umweltplakettenkosten stehen.

"Das alles müssten die Grazerinnen und Grazer auf sich nehmen,
damit schlussendlich eine Emissionsreduktion im Verkehr um 1,26
Prozent bewirkt wird? - Das kann nicht der Preis für eine derart
geringe Wirkung sein!", ist Marcher vom ARBÖ Steiermark überzeugt.
Jeder, der mit diesem Schildbürgerstreich für Autofahrerinnen und
Autofahrern nichts anfangen kann, hat die Möglichkeit, dagegen beim
ARBÖ zu unterschreiben: http://www.arboe.at/umweltzone.html

Rückfragehinweis:
ARBÖ Interessensvertretung & Öffentlichkeitsarbeit
Thomas Woitsch
Tel.: (++43-1) 891 21-205
mailto: [email protected]
http://www.arboe.at

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