• 21.07.2010, 12:29:34
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Burn-out: Betroffene sollten rasch einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen

Ärztekammer rät, auch erste "leise" Warnhinweise zu beachten - Nach wie vor mit Stigma behaftet

Wien (OTS) - "Für die meisten von uns nimmt die berufliche
Tätigkeit einen wichtigen Stellenwert im Leben ein. Dennoch gilt für
uns alle: Arbeit darf uns nicht krank machen", betont der Präsident
der Wiener und der Österreichischen Ärztekammer, Walter Dorner,
anlässlich der jüngsten Zahlen zu Burn-out in Österreich. ****

Ein besonderes Problem ortet der Ärztechef in dem immer noch
existierenden Stigma von psychiatrischen Erkrankungen ganz allgemein
und beim Burn-out im Speziellen. Daran habe auch die zunehmende
Bewusstseinsänderung sowie die verstärkte Sensibilisierung
hinsichtlich psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren nichts
geändert. Häufig sei das Umfeld von Betroffenen überfordert und wisse
nicht, wie mit Burn-out-gefährdeten Menschen umgegangen werden soll.

"Dabei benötigen die Betroffenen gerade in diesen Zeiten unsere
Hilfe", betont der Ärztekammerpräsident. Auch sei es wichtig, sich
einzugestehen, dass man "den Weg zurück ins Leben nicht mehr allein
schafft und Experten mit ins Boot holt - auch wenn es Überwindung
kosten mag", rät der Ärztechef. Er nennt wichtige
Präventionsmaßnahmen, damit Burn-out erst gar nicht entstehen könne.
Dazu gehörten so einfache Dinge wie Pausen einhalten, Zeit für sich
in Anspruch nehmen und auf die Life-Work-Balance achten, aber auch
generelle Lebensstilmaßnahmen wie eine ausgewogene Ernährung und
genügend Bewegung.

Dorner rät, frühzeitig einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen,
wenn sich erste Hinweise auf Burn-out ergeben. In diesem Sinne seien
auch Schmerzen als erste Warnsignale zu verstehen.

Broschüre gibt Tipps und Hilfestellung

Eine von der Ärztekammer aktuell aufgelegte Informationsbroschüre
"Spüren. Wahrnehmen. Auf die Psyche achten." hat den Zweck, die
Bevölkerung auf psychische Probleme aufmerksam zu machen und den
Angehörigen eine Hilfestellung zu bieten, damit "nicht weggeschaut
wird, sondern das Umfeld auf den Betroffenen zugeht, für ihn oder sie
da ist und eventuell auch eine gemeinsame Lösung gefunden wird", so
Dorner.

Um herauszufinden, ob man selbst gefährdet ist, an Burn-out zu
erkranken, beinhaltet die Broschüre einen Selbsttest. Dieser umfasst
15 Aussagen, die sich auf Gefühle und Gedanken hinsichtlich der
Arbeitswelt beziehen. Beispiele: "Es fällt mir schwer, mich zu
entspannen." Oder: "Ich fühle mich emotional erschöpft." Lautet der
überwiegende Teil der Antworten "Ja", dann sollte der Betroffene
einen Experten - Arzt, Job-Coach, Psychologen oder Psychotherapeuten
- zu Rate ziehen. (hpp)

(S E R V I C E: Die Informationsbroschüre "Spüren. Wahrnehmen. Auf
die Psyche achten." wird österreichweit und kostenlos zugesandt.
Anforderungen bitte an die Pressestelle der Ärztekammer für Wien,
Tel.: 01/51501 - 1223 DW, E-Mail: [email protected].)

Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle
Dr. Hans-Peter Petutschnig
Tel.: (++43-1) 51501/1223, 0664/1014222, F:51501/1289
mailto:[email protected]
http://www.aekwien.at

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