- 21.07.2010, 12:04:36
- /
- OTS0114 OTW0114
Burnout-Erkrankungen: BZÖ-Schenk für Burnout-Beauftragten
"Burnout hat sich zu einer Volkskrankheit entwickelt - Psychologische Behandlung auf Krankenschein sinnvoll"
Wien (OTS) - Aufgrund der hohen Burnout-Erkrankungen in Österreich
forderte heute BZÖ-Frauensprecherin Abg. Martina Schenk im Zuge einer
gemeinsamen Pressekonferenz mit BZÖ-Generalsekretär Christian Ebner
die Installierung eines Burnout-Beauftragten. "Dieser sollte im
Gesundheitsministerium angesiedelt sein und wie der Behindertenanwalt
weisungsfrei agieren können. Auch sollte er Präventivmaßnahmen
entwickeln und für die Betroffenen da sein", so Schenk weiter.
Wenn man sich den Kostenfaktor ansehe, sei es auch sinnvoll, dass es
eine psychologische Behandlung auf Krankenschein geben soll. "Schon
37 Krankenstandstage fallen bei Burnout-Erkrankungen an, daher wäre
eine solche Maßnahme begrüßenswert", meinte Schenk.
"Alarmierende Zahlen belegen, dass es sich bei Burnout keineswegs nur
mehr um eine Krankheit, in den helfenden Berufen oder um eine
Managerkrankheit, Modekrankheit handelt, sondern um eine
Volkskrankheit. Burnout hat sich zu einer Volkskrankheit entwickelt",
erklärte Schenk.
"Laut Ärztekammer sind in Österreich 500.0000 Arbeiter und
Angestellte an Burnout erkrankt. 1,1 Millionen Österreicherinnen und
Österreicher sind gefährdet daran zu erkranken. Schätzungen von
Interessensvertretungen sprechen von 1,2 Mio. gefährdeten Schülern,
auch 15 Prozent der Studenten weisen Burnout-Symptome auf. Jeder
vierte im Gesundheitssektor ist erkrankt, jeder vierte Polizist ist
betroffen und auch jede dritte Hausfrau ist massiv gefährdet, an
Burnout und totaler Erschöpfung zu erkranken", betonte Schenk.
In diesem Zusammenhang sprach die BZÖ-Frauensprecherin auch Mobbing
und Bossing an, denn durch Mobbing und Bossing am Arbeitsplatz kann
Burnout entstehen. Bossing, so Schenk, ist die schlimmste Form des
Mobbings - das ist Mobbing durch Vorgesetzte. "In so einem Fall ist
der Mitarbeiter ausgebrannt, er kündigt und rutscht dann ins Burnout
ab", sagte Schenk.
Gerade in diesem Bereich ist es daher dringend notwendig, sehr früh
mit einer Prävention zu beginnen. "Mobbing beginnt eigentlich schon
im Kindergarten, geht über die Schule und setzt sich am Arbeitsplatz
fort. Daher sollten in den Schulen Psychologen eingesetzt werden,
damit es gar nicht zum Mobbing kommt", forderte Schenk.
Abschließend präsentierte Schenk ein Beispiel für Mobbing, das sich
in einer Polizeinspektion in Kapfenberg zugetragen hat. "Hier ist ein
Postenkommandant ohne jegliche soziale Kompetenz und ohne
Lehrabschlussprüfung aber mit einem roten Parteibuch Postenkommandant
geworden und hat dann Mitarbeiter sowie Vorgesetzte gemobbt und
gebosst. Daraufhin sind zwei Beamte versetzt worden, einer
Dienstversetzt, eine Putzfrau ist sogar aufgrund des Mobbings in
Pension gegangen. Das ist ein Paradebeispiel, wie es nicht gehen
kann, denn es soll Leistung zählen und die Personen sollen aufgrund
ihrer Qualifikation in diverse Positionen kommen", betonte Schenk.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BZC






