- 20.07.2010, 13:54:01
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Bayr: Frauenrechte in Afghanistan dürfen nicht länger missachtet werden
Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale
Entwicklung und Mitglied des parlamentarischen
Menschenrechtsausschusses, fordert im Zusammenhang mit der
Afghanistan-Konferenz, die heute, Dienstag, in Kabul stattfindet, die
Rechte der Frauen in Afghanistan zu stärken und ihnen Schutz vor der
zunehmenden Gewalt zu bieten. Die Frauenrechtsorganisation "medica
mondiale", die sich seit 2001 für Frauen und Mädchen in Afghanistan
einsetzt, hatte im Vorfeld zu der internationalen Konferenz auf die
steigende Frauenfeindlichkeit in Afghanistan warnend aufmerksam
gemacht. ****
"Es ist besonders beunruhigend, dass sowohl in der afghanischen
Regierung als auch in der Bevölkerung eine frauenfeindliche Tendenz
berichtet wird", so Bayr. Und weiter: "Wir müssen von internationaler
Seite geschlossen hinter den Frauenrechten, die Menschenrechte sind,
stehen und einhellig fordern, dass diese nicht länger missachtet
werden." Die Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen sind laut
"medica mondiale" von besonderer Brutalität gekennzeichnet:
Morddrohungen gegen weibliche Abgeordnete und Ermordungen von
Frauenrechtlerinnen und Journalistinnen seien traurige Realität.
"Es steht zu befürchten, dass in Zusammenhang mit der geplanten
Wiedereingliederung der Taliban die Frauenrechte noch stärker
missachtet werden", ist Bayr besorgt. "Die Taliban im Abtausch gegen
eine weitere Beschränkung von Frauenrechten für die
Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu gewinnen, wäre für viele
Frauen und Mädchen lebensbedrohlich und darf keinesfalls akzeptiert
werden."
Die afghanische Regierung unter Präsident Hamid Karzai erhofft sich
für die Wiedereingliederungspläne eine finanzielle Unterstützung der
internationalen Staatengemeinschaft. "Die 13 Milliarden Dollar, die
Afghanistan als Entwicklungshilfe erhalten will, müssen unbedingt an
Zusagen für die Stärkung der Frauenrechte gebunden werden", ist Bayr
überzeugt. "Ich fordere daher den österreichischen Außenminister
dringend dazu auf, hier die internationale Staatengemeinschaft auf
ihre wichtige Rolle aufmerksam zu machen und sich mit aller gebotenen
Vehemenz für den Schutz der Frauen und Mädchen, für deren Recht auf
Bildung und ein selbstbestimmtes Leben einzusetzen." (Schluss) rb/mp
Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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