- 19.07.2010, 12:26:14
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Fürntrath-Moretti: Nicht Quoten schaffen, sondern Kompetenzen stärken!
Zielgerichtete Frauenförderung ebnet Weg in Führungspositionen - Massiver Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen mit flexiblen Öffnungszeiten gefordert
Wien (OTS/PWK577) - "Was die Situation von Frauen in
Führungspositionen anbelangt, darf nicht als einzige Antwort die
Quotenkeule geschwungen werden, sondern die Ergebnisse sind im Detail
zu betrachten", betonte Adelheid Fürntrath-Moretti, Bundesvorsitzende
von Frau in der Wirtschaft in Reaktion auf die Ambitionen von EU
Gleichstellungskommissarin Viviane Reding, verpflichtende
Frauenquoten für Führungsetagen festzuschreiben. "Nicht Quoten
schaffen sondern Kompetenzen stärken, muss das Motto der europäischen
Gleichstellungspolitik sein", forderte Fürntrath-Moretti.
Man müsse viel eher die Frage stellen, warum Frauen in
verschiedenen Bereichen in so wenigen Top-Jobs vertreten seien.
Überholte Rollenklischees seien noch immer in diversen Branchen
vorherrschend. Diesen gelte es entschieden entgegen zu treten. Und
gerade dann seien Quoten nicht die Lösung. " Denn nur wenn es
gelinge, Frauen zielgerichtet von ihrem Einstieg ins Berufsleben zu
fördern und sie auf ihrem Weg nach oben zu begleiten, schaffe man
einen nachhaltigen Paradigmenwechsel.
"Dass die Betreuungspflichten für heimische Frauen nach wie vor
einen wesentlichen Hemmschuh in Hinblick auf ihre Berufstätigkeit
darstellen, sei leider Fakt", so Fürntrath-Moretti. Während noch nie
so viele österreichische Frauen berufstätig und noch nie zuvor so
viele Unternehmerinnen am Markt tätig waren, bleiben die
Betreuungspflichten (Kinderbetreuung oder die Pflege Angehöriger) an
Frauen hängen.
Deshalb fordert die Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft
eine "rasche und deutliche Forcierung" des Ausbaus von
Kinderbetreuungsplätzen. "Wir gehen davon aus, dass 45.000
zusätzliche Kinderbetreuungsplätze geschaffen werden müssen, die
deutlich flexiblere Öffnungszeiten anbieten müssen. Denn die
klassischen 9-to-5 Jobs werden weniger, darauf müssen auch die
Kinderbetreuungseinrichtungen reagieren", unterstrich
Fürntrath-Moretti. Damit verbunden sei auch die Forderung nach einer
Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten
für über 10-jährige Kinder. (AC)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Junge Wirtschaft | Gründer-Service | Frau in der Wirtschaft
Mag. Veronika Weinbergmair
Tel.: T: +43 (0)5 90 900 3042
mailto:[email protected]
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