• 19.07.2010, 11:49:54
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SP-Hora an Marek: "Klassischer Fall von Verschlimmbesserung"

Wien (OTS/SPW-K) - "Der ÖVP gehen scheinbar schon jetzt die Themen
aus, denn wie ist es sonst erklärbar, dass sich die Marek-Truppe nun
in einer Verschlimmbesserungsaktion auf die Wiener U-Bahnen stürzt?",
erklärt heute, Montag, der Vorsitzende des Verkehrssausschusses,
SP-Gemeinderat Karlheinz Hora in einer Reaktion auf die heutigen
VP-Forderungen. Die Errichtung eines geschlossenen Systems, wie es
die VP fordere, würde nicht nur extrem viel Geld kosten, sondern wäre
auch mit dem Totalumbau aller Wiener U-Bahnstationen verbunden. Die
Kosten hierfür würden sich auf mehrere hunderte Millionen Euro
belaufen. So ein Vorschlag sei in wirtschaftlich schwierigen Zeiten,
in denen jeder Euro zählt, ein klares Zeichen der fehlenden
finanzpolitischen Verantwortung der ÖVP, hält Hora fest.

Wenn Marek wirklich eine Art hermetisch abgeriegelter Bahnsteig
vorschwebe, so sei sie daran erinnert, dass es auch in jenen Städten,
die bereits auf diese Zugangsbarrieren setzen wie beispielweise New
York oder Paris, nach wie vor Schwarzfahrer gebe und auch kein
Sicherheitsgewinn feststellbar sei. Zudem gebe es in diesen Städten
häufig Defekte, die solche Zugangssysteme im Alltag sehr
kundenfeindlich machen, unterstreicht der Gemeinderat.

"Elektronische Zugangssperren haben einige nicht zu unterschätzende
Nachteile. Zum einen sind sie, wie der Name schon sagt, der
Barrierefreiheit nicht zuträglich. So müsste beispielsweise für
Personen mit einem Rollstuhl oder einem Kinderwagen extra breitere
Schalter oder andere Wege zur U-Bahn geschaffen werden. Dies ist aber
besonders in den denkmalgeschützten Stationen der U4 oder U6 nicht
möglich. Auch für ältere Menschen kann diese Art des Zugangs Probleme
bedeuten, da die Bügel meist sehr schnell zu schnappen", so Hora.

Dem Thema Sicherheit gelte bei den Wiener Linien höchste Priorität.
So sei die Videoüberwachung der Stationen bereits Realität, betont
Hora und erinnert an die regelmäßigen Schwerpunktaktionen in der
U-Bahn, die gemeinsam mit der Polizei durchgeführt werden oder an das
Linienservice, das auf die Einhaltung der Hausordnung achte. "Der Weg
der Wiener Linien, sowohl auf Service als auch - in Zusammenarbeit
mit der Exekutive - auf Sicherheit zu setzen, ist ein sehr
erfolgreicher. Die geforderten Sicherheitsschleusen wären nichts
weiter als ein sehr teurer Schnellschuss", so Hora abschließend.
(Schluss) lok

Rückfragehinweis:

SPÖ Rathausklub, Presse
   Mag. Louis Kraft
   Tel.: (01) 4000-81 943
   mailto:[email protected]
   http://www.rathausklub.spoe.at
   
   Fax: (01) 533 47 27-8192

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