• 16.07.2010, 10:24:59
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Brauner und Jank präsentieren neue Förderung an KMU

Wiener Unternehmen der Dienstleistungsbranche profitieren von neuer Wettbewerbsförderung der Wirtschaftsagentur Wien

Wien (OTS) - Rund 99 Prozent der Unternehmen in Wien sind Klein-
und Mittelunternehmen. Der Anteil der DienstleisterInnen unter ihnen
ist traditionell hoch. Die Stadt Wien startet daher eine neue
Förderung speziell für KMU der Wiener Dienstleistungsbranche. Dafür
werden von der Wirtschaftsagentur Wien zwei Millionen Euro vergeben.
Die Höchstförderung liegt bei 50 Prozent und ist mit 100.000 Euro
gedeckelt. Gefördert werden Beratungsleistungen, Personal- und
Schulungskosten sowie aktivierbare Investitionen. Seit 1. Juli bis
30. September 2010 können interessierte Firmen bei der
Wirtschaftsagentur Wien für eine Förderung einreichen.

"Kleine und mittlere Unternehmen sind das Rückgrat der Wiener
Wirtschaft. Sie schaffen den Großteil der Arbeitsplätze in der
Bundeshauptstadt und sie sind sehr innovativ und zukunftsorientiert.
Mit der neuen maßgeschneiderten Förderaktion unterstützen wir diese
wichtige Zielgruppe speziell im Dienstleistungsbereich. Ziel ist es,
das enorme Innovationspotenzial der Wiener KMU's noch besser
wirtschaftlich zu nutzen. Denn das fördert die Wettbewerbsfähigkeit
der Unternehmen selbst und stärkt den Wirtschaftsstandort", begründet
Wiens Vizebürgermeisterin, Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Renate
Brauner die neue Förderung.

"Wiens Dienstleistungsbetriebe sind ein wesentlicher
Wirtschaftsfaktor, deren Umfeld ständigen Änderungen unterworfen
ist", sagt Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien,
"Die neue Förderung wird dazu beitragen, dass die Unternehmer
weiterhin innovativ sind und mit neuen Ideen und Produkten punkten.
Denn Innovationen sind der Schlüssel zur Steigerung der
Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und damit zur Stärkung des
Wirtschaftsstandortes."

"Mit mehr als 80 Prozent der städtischen Wirtschaftsleistung
tragen DienstleisterInnen erheblich zum wirtschaftlichen Erfolg Wiens
bei", ergänzt Wirtschaftsagentur Wien Geschäftsführer Gerhard Hirczi.
Rund 85 Prozent der Beschäftigten in Wien - das sind mehr als 790.000
Menschen - arbeiten nach Angaben von Hirczi im Dienstleistungssektor.
Dieser erwirtschafte auch 83 Prozent des Wiener
Bruttoregionalproduktes. Das entspreche einer Bruttowertschöpfung von
54,2 Milliarden Euro. Genug Gründe für die Wirtschaftsagentur Wien,
ihr Förderportfolio zu erweitern und speziell die vielen
DienstleisterInnen der Bundeshauptstadt bei konkreten
Innovationsvorhaben mit dem neuen Förderwettbewerb zu unterstützen.

Neue Chancen durch Marktöffnung

Mit Mai kommenden Jahres fallen die letzten Übergangsbestimmungen,
die den Markt zwischen Wien und Bratislava, Brünn und Sopron noch
regulieren. Bislang konnten heimische Betriebe bereits ihre
Dienstleistungen beispielsweise in der Slowakei anbieten. Umgekehrt
wird dies erst nächstes Jahr möglich sein. Der Wettbewerb für
Dienstleistungsunternehmen wird sich dadurch zwar erhöhen,
gleichzeitig bedeutet diese Öffnung eine neue Chance für Wiener
Dienstleistungsunternehmen. Denn durch neue Kooperationen und
Synergieeffekte können gerade KMU's profitieren.

Gemeinsam mit dem renommierten Österreichischen Institut für
Wirtschaftsforschung (WIFO) hat die Wirtschaftsagentur Wien die
Chancen und Risiken für Wiener Dienstleistungsbetriebe bewertet.
Peter Mayerhofer vom Wirtschaftsforschungsinstitut: "Qualität und
Innovation werden gerade in Wien mit seinen besonderen
Standortbedingungen entscheidende Faktoren für die
Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sein." Mit der neuen Förderung
könnten die heimischen Betriebe die neuen Marktchancen weit aktiver
nutzen.

Die neue Förderaktion soll daher auch dabei helfen, die heimischen
KMU für die neue Wettbewerbssituation fit zu machen und richtet sich
gezielt an die DienstleisterInnen der Bundeshauptstadt. Darunter
versteht die Wirtschaftsagentur Wien Installationsbetriebe genauso
wie ArchitektInnen, SoftwareentwicklerInnen, den Handel,
GrafikerInnen, das Baugewerbe oder PR- und Werbeagenturen.

Finanzierung ermöglichen

Für Innovationsprojekte von kleinen und mittleren Unternehmen ist
es oft schwer, geeignete Finanzierungen seitens der privaten
Finanzinstitutionen zu finden. All zu häufig macht es die Struktur
der KMU für Banken schwer, die Risiken abzuschätzen. Zudem verfügen
KMU auch nicht über die personellen und finanziellen Ressourcen von
Großunternehmen. Wofür Großunternehmen ganze Abteilungen haben, haben
KMU nur einzelne MitarbeiterInnen. Genau hier setzt die Förderung der
Wirtschaftsagentur Wien an und unterstützt mit Fördergeldern u.a. für
Beratungsleistungen und Investitionen. Diese städtischen Förderungen
können dann auch dazu dienen, weitere Finanzierungen seitens der
Banken zu erhalten.

Förderungen für Beratungen, Personal, Maschinen oder Infrastruktur

Gefördert werden Investitionen in Innovationsprojekte. Zu solchen
Projekten können sowohl Beratungs- und Schulungsleistungen, als auch
Personalkosten zählen oder aktivierbare Investitionen in Maschinen,
bauliche Maßnahmen aber auch Patente und Lizenzen. Eine ExpertInnen-
Jury wird im Herbst die eingereichten Projekte beurteilen. Als
Bewertungskriterien gelten Realisierbarkeit, Innovationsgrad,
Nachhaltigkeit, strategische Ausrichtung und Gleichstellungsaspekte.

Zusätzliche Boni

Zusätzliche Fördergelder erhalten Unternehmen für neu geschaffene
Arbeitsplätze und für Gleichstellungsmaßnahmen in der
Unternehmensführung. Für jeden im Rahmen des Projektes neu
geschaffenen Arbeitsplatz werden 2.000 Euro Bonus gezahlt. Ist eine
Frau zum Zeitpunkt der Projekteinreichung Mitglied der
Geschäftsführung werden ebenfalls 2.000 Euro Bonus ausbezahlt.

An einer Förderung interessierte Wiener Klein- und
Mittelunternehmen mit weniger als 250 MitarbeiterInnen können sich
unter wirtschaftsagentur.at oder bei Frau Gabi Strobl,
[email protected], Tel.: 01/4000-86774 über den neuen
Förderwettbewerb informieren.

Webtipp: wirtschaftsagentur.at

Rückfragehinweis:

Georg Brockmeyer
   Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien
   Leiter Kommunikation
   T +43 1 4000 86 736
   M +43 664 433 72 74
   E [email protected]
   
   Martin Sattler
   Wirtschaftskammer Wien
   Presse und Medienmanagement
   T +43 1 51450 1585
   E [email protected]

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