• 15.07.2010, 18:01:45
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TW1 Zeitgeschichte Schwerpunkt "Attentat auf Hitler" am Dienstag, 20. Juli 2010

Der TW1 Zeitgeschichte Schwerpunkt beleuchtet die Rolle der österreichischen Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944

Wien (OTS) - Das Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 - der
bedeutendste Umsturzversuch des militärischen Widerstandes in der
Zeit des Nationalsozialismus. Der ausgeklügelte Versuch, den Diktator
mit einer, von Oberst Graf Stauffenberg in einer Aktentasche unter
dem Lagetisch in der Wolfsschanze platzierten Sprengladung zu töten,
scheiterte allerdings.

Am 20. Juli jährt sich jener Tag der Verschwörung der Wehrmacht und
der Verwaltung gegen den Diktator zum 66. Mal. TW1 begibt sich für
seine Zuseher in die Zeit der von Rassismus und Antisemitismus
geprägten Weltanschauung und widmet dem fehlgeschlagenen Versuch des
Machtwechsels einen Schwerpunkt.

ORF Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Als zukünftigen Kultur-
und Informationsspartensender ist es für TW1 möglich, auch kleinere
Jubiläen abseits der großen Jahrestage wahrzunehmen. Im Hinblick auf
die Attentäter des 20. Juli 1944, ist es mir ein besonderes Anliegen,
auch die Leistungen und Verdienste der österreichischen
Widerstandskämpfer - allen voran Robert Bernardis und Carl Szokoll -
entsprechend darzustellen und im historischen Kontext wiederzugeben."

Oberst Graf Stauffenberg wurde mit beinahe all seinen Verbündeten
hingerichtet - so auch der österreichische Wehrmachtsoffizier Robert
Bernardis. Nur einige wenige Schlüsselfiguren der Verschwörung
blieben unentdeckt, darunter der österreichische Offizier und
Widerstandskämpfer Major Carl Szokoll. Als Leiter der Verschwörung
gegen das NS-Regime in der damaligen Ostmark gilt er als "Der letzter
Kronzeuge Stauffenbergs". Im gleichnamigen Film von Peter Dusek dreht
sich alles um Carl Szokoll und die Zivilcourage. In der Schlussphase
des Zweiten Weltkrieges zählte er zu jenen, welche die Politik der
verbrannten Erde durch die Nationalsozialisten vereitelten und den
Kontakt zur Sowjetarmee herstellten.

Die Kontaktaufnahme mit den Alliierten gelang Szokoll mit Hilfe
seines engsten Freundes und Mitarbeiters Oberfeldwebel Ferdinand Käs.
Nachdem Szokoll den Auftrag bekam, Wien zur Festung auszubauen und
notfalls durch eigene Truppen zerstören zu lassen, gelingt es ihm,
die sogenannten "ARLZ-Maßnahmen" in seine Pläne zur Befreiung der
Stadt einzubeziehen. Die "Operation Radetzky" wurde jedoch in letzter
Minute verraten: Szokoll und Käs konnten sich nur durch Flucht der
öffentlichen Hinrichtung entziehen. Die gleichnamige ORF
Spieldokumentation beschreibt das Handeln und Tun der Protagonisten,
denen Zivilcourage wichtiger war, als der bedingungslose Gehorsam für
ein menschenverachtendes Regime.

Der Film "Widerstand in Rot-Weiss-Rot" beleuchtet die Bandbreite des
Widerstandes gegen das NS-Regime zwischen 1938 und 1945. Die
Aktivitäten katholischer, monarchistischer, kommunistischer und
sozialistischer Gruppen, die oft unterschätzte Rolle der Frauen, die
wenig bekannte Zivilcourage gegen Unmenschlichkeit und die Versuche
von Wehrmachtssoldaten, gegen den Terror zu opponieren, stehen dabei
im Fokus.

"Nach dem Programmschwerpunkt rund um den Jahrestag der Befreiung
des KZ Mauthausen im Mai dieses Jahres, ist es uns gelungen, unter
Verwertung der vorhandenen ORF Ressourcen mit dem nun geplanten
Schwerpunkt "Attentat auf Hitler", diese zeitgeschichtlich
maßgebliche Periode unserer jüngeren Vergangenheit von verschiedenen
Seiten zu beleuchten und dem Publikum näher zu bringen", erklärt TW1
Geschäftsführer Peter Schöber die Beweggründe für diesen
Zeitgeschichte Schwerpunkt.

Sendezeiten:
Operation Radetzky - Widerstand gegen Hitler: Dienstag, 20.7.10 um
17:30 und 22:45 Uhr

Widerstand in Rot-Weiss-Rot: Dienstag, 20.7.10 um 19:00 Uhr und Mi,
21.7.10 um 00:15 Uhr

Der letzte Kronzeuge Stauffenbergs - Carl Szokoll und die
Zivilcourage: Dienstag, 20.7.10 um 19:45 Uhr und Mittwoch, 21.7.10 um
01:00 Uhr

Rückfragehinweis:
ORF / TW1
Mag. Birgit Reiter
+43 (0) 1 87878 14600
[email protected]

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