• 13.07.2010, 16:40:10
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Wlodkowski: EU-Vorhaben ist Erfolg für gentechnikfreies Österreich

Österreichische Initiative erfolgreich - Selbstbestimmungsrecht fixiert

Wien (OTS) - "Nach etwas mehr als einem Jahr intensiver
Überzeugungsarbeit auf Brüsseler Ebene ist Landwirtschaftsminister
Nikolaus Berlakovich ein europaweit beachteter Erfolg gelungen: Die
EU-Kommission akzeptiert beim Anbau von gentechnisch veränderten
(GV-) Pflanzen das Selbstbestimmungsrecht der Mitgliedstaaten. So
kann nicht nur Österreich seine Gentechnik-freie Linie fortsetzen,
sondern auch andere EU-Länder haben die Möglichkeit, sich bewusst
gegen den Anbau von GVO-Pflanzen zu entscheiden. Dieser Schritt der
EU-Kommission sichert unseren Konsumenten weiterhin gentechnikfreie
Qualität aus heimischer Erzeugung und eröffnet auch neue Marktchancen
für jene heimischen Pflanzenzüchtungsfirmen, die sich auf GVO-freies
Saatgut spezialisiert haben. Es ist mehr als erfreulich, dass eine
österreichische Initiative auf EU-Ebene zum Erfolg geführt hat, der
jenen Ländern, die freiwillig auf GVO-Pflanzen verzichten wollen,
dies auch ermöglicht", stellte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK
Österreich, zum heute präsentierten Vorschlag der EU-Kommission fest.

Solidarität der Konsumenten

"Die Gentechnik-freie Produktion kann aber auf längere Sicht nur
dann aufrechterhalten werden, wenn die Konsumenten auch bereit sind,
GVO-freie Produkte zu kaufen. Neben der nun erreichten Regelung
braucht die Landwirtschaft ebenso die Solidarität der Verbraucher.
Denn die letzte Entscheidung über die Form der Landwirtschaft in
Österreich und Europa fällen die Konsumentinnen und Konsumenten mit
ihrem Einkaufsverhalten. Wir appellieren daher an die Gesellschaft,
durch eine bewusste Kaufentscheidung die GVO-freie Produktion aktiv
zu unterstützen", so Wlodkowski weiter.

Keine neuen Hürden

"Durch die nun geänderte GVO-Strategie der EU dürfen aber keine
neuen Hürden im Binnenmarkt aufgerichtet werden, die dann jenen
schaden, die auf gentechnisch veränderte Pflanzen verzichten wollen.
Außerdem ist strikt danach zu trachten, dass Landwirte, die sich für
die GVO-Freiheit entscheiden, keine Wettbewerbsnachteile durch
zusätzliche Kontrollvorschriften erleiden", erklärte Wlodkowski.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Dr. Josef Siffert
Tel.: +43/1/53441-8521
mailto: [email protected]
www.lk-oe.at

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