- 12.07.2010, 11:07:38
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Versorgungsengpässe und Preiserhöhungen fordern österreichischen Straßenmarkierungssektor heraus
Wien (OTS/PWK568) - Nach Meldung der Lack- und
Anstrichmittelindustrie im Fachverband der Chemischen Industrie ist
die derzeitige Versorgungs- und Preisentwicklung bei den wichtigsten
Rohmaterialien für Straßenmarkierfarben kritisch. Schlüsselrohstoffe
wie Titandioxid und Butylacetat sind seit Jänner 2010 zwischen 13 und
38 % gestiegen. Die Preissteigerungen bei verschiedenen Bindemitteln
betragen zwischen 13 und 27 %. Die signifikanten Preiserhöhungen bei
Acrylaten sind verursacht durch eine weltweite Knapp-heit bei
Acrylsäure, die durch Produktionsengpässe bei den größten
nordamerikanischen Herstellern ausgelöst wurde. Die
Acrylsäure-Produzenten reduzieren generell ihre Kapazitäten.
Durch Werksschließungen und 6-wöchigen Produktionsausfall eines
der größten Hersteller von Titandioxid gibt es auch bei diesem
Rohstoff derzeit Verknappungen. Die Kapazität der Wettbewerber reicht
nicht aus, um die Nachfrage zu bedienen. Eine Verbesserung der
Situation ist derzeit nicht abzusehen. Die weltweite Verknappung
dieser Schlüsselrohstoffe stellt den gesamten
Straßenmarkierungssektor vor große Probleme.
Die Rohstoffkostensteigerungen der Produkte übersteigen
mittlerweile deutlich die am Markt bisher erreichten
Verkaufspreiserhöhungen. Die Rohstoffkosten haben für die
Stra-ßenmarkierfarbenhersteller deshalb eine besondere Bedeutung,
weil 50 % der Gesamt-kosten auf die Rohstoffe entfallen. Erhöhungen
der Rohstoffpreise schlagen somit stärker auf den Endpreis des
Produkts durch als andere Positionen in der betriebswirtschaftlichen
Kalkulation. Allein die Rezeptkostensteigerungen (Vormaterialien)
über alle Produkte betragen plus 15 % gerechnet auf die Gesamtkosten.
Andere Kostenfaktoren, wie Transportkosten, höhere Verpackungskosten
sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen sind noch gar nicht
berücksichtigt.
Neben der massiven Preiserhöhung für die Rohmaterialien zeigt auch
die Schwäche des Euro ihre Auswirkungen. Die Währung verlor im
letzten halben Jahr gegenüber dem US-Dollar, in dem noch immer sehr
viele Rohstoffe notiert sind, fast 25 % ihres Werts. Trotz
tiefgreifender Effizienzsteigerungen und Rationalisierungsmaßnahmen,
die von den Herstellern schon im Krisenjahr 2009 umgesetzt wurden,
können die enormen Rohstoff-preiserhöhungen von den
Straßenmarkierungsherstellern nicht mehr alleine aufgefangen werden
und sind daher gezwungen diese anteilsmäßig weiterzugeben. (us)
Rückfragehinweis:
Berufsgruppe Lack- und Anstrichmittelindustrie im Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs Dr. Klaus Schaubmayr Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien Tel. +43/5/90 900-3749 Fax +43/5/90 900-280 [email protected] http://lacke.fcio.at
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