- 09.07.2010, 10:34:16
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Bausparen im Aufwind
Raiffeisen Bausparkasse übernimmt Vorsitz im Arbeitsforum österreichischer Bausparkassen
Wien (OTS) - Im turnusmäßigen Wechsel übernahm die Raiffeisen
Bausparkasse von
der Bausparkasse Wüstenrot den Vorsitz im Arbeitsforum
österreichischer Bausparkassen (AÖB). Das AÖB ist eine gemeinsame
Plattform der vier Bausparkassen mit der Aufgabe, die
Weiterentwicklung des Bausparsystems voranzutreiben,
Ansprechpartner für gesetzliche Regelungen zu sein und an Aktivitäten
der nationalen und internationalen Organisationen teilzunehmen.
Kräftige Zuwächse im ersten Halbjahr 2010
Eine ausgezeichnete Geschäftsentwicklung verzeichneten die
Bausparkassen im ersten Halbjahr 2010. "Man kann von einem deutlichen
Trend zum Bausparen sprechen", zieht Dr. Erich Rainbacher,
Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse und Vorsitzender des
Arbeitsforums österreichischer Bausparkassen ein erfreuliches
Resümee. So wurde bei den Neuabschlüssen mit 496.322 Verträgen ein
Plus von 5,7 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
erreicht, was einen Rekordwert darstellt. Im 6-Jahres-
Vergleich, der dem Sparrhythmus des Bausparens entspricht, konnte
sogar ein Plus von 19 % erzielt werden. Dieses Ergebnis zeigt, dass
Bausparen in der Gunst der Österreicher heuer sogar noch höher liegt
als im Rekordjahr 2009.
Auch die Nachfrage nach dem Baugeld der Bausparkassen hat sich
belebt: 1,4 Milliarden Euro, um 3,3 % mehr als zum 30.6.2009, wurden
an Finanzierungsleistung für den Wohnbau zur Verfügung gestellt.
Damit konnten kräftige Impulse an den Wohnbau gegeben und zur
Sicherung Tausender Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft und in den
Baunebengewerben beigetragen werden. Damit leisten die Bausparkassen
einen aktiven Beitrag, dass der Wohnbau hierzulande stabiler ist als
dies im europäischen Vergleich der Fall ist.
Bausparkassen erwarten für 2010 ein Top-Ergebnis
Die Sparfreudigkeit der Österreicher schlug sich in den ersten
sechs Monaten in gestiegenen Einlagen nieder: Sie kletterten um 4,5 %
auf 18,3 Milliarden Euro, die Ausleihungen um 3 % auf fast 17,1
Milliarden Euro. "Die Zahlen des ersten Halbjahres lassen für 2010
ein sehr gutes Ergebnis erwarten", zieht Rainbacher erfreut die
Halbjahresbilanz.
Für Neuauflage des Sanierungsschecks
Die Bausparkassen sprechen sich für eine Neuauflage des 2009 im
Rahmen des Konjunkturpakets II erfolgreich von ihnen abgewickelten
Sanierungsschecks aus. "Die Regierung hat bereits angekündigt, in den
nächsten Jahren jeweils 100 Millionen Euro in die thermische
Sanierung zu investieren, darauf sollte bei der Budget-Erstellung
nicht vergessen werden", mahnt Rainbacher ein. Er betont, dass die
Bausparkassen organisatorisch bestens dafür gerüstet wären, die
Annahme der Anträge auf heuer vorzuziehen, um im nächsten Jahr eine
zügige Auszahlung der Sanierungsschecks zu ermöglichen. Dass großes
Interesse an dieser Förderaktion gegeben ist, zeigen die 15.300
Anträge des Vorjahres, die den Fördertopf innerhalb weniger Wochen
leerten. "Der Sanierungsscheck ist ein Erfolgsmodell, von dem alle
profitieren und bei dem der Staat de facto mehr einnimmt als er
ausgibt. So standen im Vorjahr Ausgaben von knapp über 60 Millionen
Euro Steuereinnahmen von 100 Millionen Euro gegenüber. Darüber
hinaus wurde damit ein Investitionsvolumen für die Bauwirtschaft von
500 Millionen Euro ausgelöst", weist der Vorsitzende des AÖB auf die
günstige Kosten-Nutzen-Relation hin. Nicht nur aus ökonomischer
Sicht, sondern auch aus arbeitsmarkt- und umweltpolitischen
Gründen sei es daher ein Gebot der Vernunft, die Förderaktion rasch
wieder aufzunehmen. "Thermische Sanierung bedeutet, Wertschöpfung im
eigenen Land zu generieren und die heimische Wirtschaft zu stärken.
Das ist weitaus nachhaltiger und intelligenter als Zertifikate zu
kaufen und Pönalen bei Nichterreichen der Klimaziele an das Ausland
zu zahlen", betont Rainbacher.
Bausparen spielt seine Stärken aus
Seit Ausbruch der "Finanzkrise" boomt Bausparen wieder. Das
sichere, transparente und ertragreiche Bausparen wird stark
nachgefragt. Während zahlreiche Anleger durch den Absturz der
Aktienbörsen Verluste realisieren mussten, konnten sich die Bausparer
ihrer Einlagen sicher sein und sogar attraktive Renditen erzielen.
Dass die Österreicher mehr denn je dem Bausparen vertrauen, zeigt
auch das aktuelle GFK-Stimmungsbarometer, das ein eindeutiges Hoch
fürs Bausparen signalisiert: Mit 50 % Zustimmung wird Bausparen als
interessanteste Sparform bewertet, es liegt damit klar vor dem
Sparbuch (46 %) auf dem Spitzenplatz. "Die Krise demonstrierte
eindrucksvoll, dass sich bei der Finanzierung und bei der Veranlagung
von Ersparnissen konservative Prinzipien auf
Dauer auszahlen. In den nächsten Jahren wird weiterhin das Thema
Sicherheit die Einstellung der Menschen dominieren", rechnet
Rainbacher mit einer anhaltend lebhaften Nachfrage nach Bausparen.
Auch der Staat profitiert vom Bausparen
Die von 5,5 Millionen Österreichern genutzte Spar- und
Finanzierungsform bringt aber nicht nur Sparern und Bauherren
Vorteile, sondern auch dem Staat, der von der Hebelwirkung des
Bausparsystems profitiert. So fließt das 21-fache der vom Staat
bereitgestellten Bausparförderung in den Wohnbau, darüber hinaus
nimmt die öffentliche Hand durch Steuern das Neunfache dessen ein,
was sie an Bausparförderung ausgibt.
Geschäftsentwicklung zum 30.6.2010
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