OTS0196   8. Juli 2010, 14:11

ÖH Medizin Wien: Eignungstests in den medizinischen Studien absolut notwendig

Komplettabschaffung der Zugangsbeschränkungen führt zum Kollaps des Systems


"Eine Abschaffung der derzeit bestehenden
Zugangsregelungen für die medizinischen Fächer würde zum absoluten
Kollaps an den Medizinischen Universitäten führen. Eine
Studienanfängerzahl jenseits der 5000 ist auch bei einer kompletten
Ausfinanzierung der Universität realistisch gesehen aufgrund der
beschränkten Kapazitäten in den Lehrspitälern für die praktische
Ausbildung an der MedUni Wien nicht durchführbar", widerspricht
Stefan Konrad, Vorsitzender der Hochschülerschaft an der MedUni Wien
der Meinung der ÖH-Bundesvertretung.

"Der morgen stattfindende EMS-Test ist das derzeit valideste
Mittel um die erfolgreiche Studierfähigkeit der Studienwerber zu
testen. Durch das freiwillige self-assesment der sozialen Kompetenzen
wird zusätzlich allen Werbern die Möglichkeit gegeben, sich selbst
hinsichtlich der notwendigen ärztlichen social skills zu testen.
Diese Kombination stellt ein sehr gutes Selektionsverfahren dar und
wird von Seiten der ÖH Medizin Wien deshalb unterstützt" führt Konrad
weiter aus.

"Die Selektion vor dem Studium ist in unseren Augen das probate
Mittel, um dem Ansturm auf die Medizinischen Universitäten Herr zu
werden. Knock-out-Prüfungen in den ersten Semestern und verschärfende
Studieneingangsphasen wie neuerdings an der WU lehnen wir ab. Mit dem
derzeitigen System haben Studienwerber, die nicht zum Medizinstudium
zugelassen werden noch ausreichend Zeit, sich nach Alternativen
umzusehen" schließt Konrad seine Ausführungen.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0196 2010-07-08 14:11 081411 Jul 10 NEF0009 0224



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Rückfragehinweis: Stefan Konrad - Vorsitzender der ÖH Medizin Wien
Tel: 0650 8014586

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