• 08.07.2010, 13:17:49
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Kriminalitätsbekämpfung: Sicherheit gestalten für Österreich

Oberösterreich: Klärung von zahlreichen Straftaten

Wien (OTS) - Der Erfolg gibt der Polizei Recht die österreichische
Polizei hat auf die neuen Herausforderungen schnell, flexibel und vor
allem erfolgreich reagiert.

Der in der ersten Jahreshälfte 2009 steigenden Kriminalität im
Bereich Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Wohnhäuser und der
Kfz-Diebstahl wurde unter anderem mit sichtbaren Maßnahmen der
SOKO-Ost entgegengewirkt. Auch das vom Bundeskriminalamt
ausgearbeitete Maßnahmenpaket mit intensiven Strukturermittlungen und
deren konsequente Umsetzung durch die Sicherheitsbehörden zeigt eine
deutliche Wirkung. "Wie uns die Zahlen in der neuesten
Kriminalstatistik beweisen, greifen die Maßnahmen und Strategien",
sagte General Franz Lang, Direktor des Bundeskriminalamts.

Auch ist in einem hohen Maße der Einsatzwille, das Engagement, das
Fachwissen und die besondere Teamfähigkeit eines jeden einzelnen
Polizisten und Polizistin in den Bundesländern dafür verantwortlich,
dass Österreich weiterhin zu den sichersten Ländern der Welt zählt.

Beispielhaft dürfen hier einige Fälle aus dem Bundesland
Oberösterreich angeführt werden:

Fall 1: Erfolgreiche Festnahme eines Serienbankräubers in Linz

Ein 47-jähriger Linzer betrat am 14. Mai 2010 mit einer geladenen
Gaspistole bewaffnet und mit einer selbstangefertigten schwarzen
Stoffmaskierung eine Bank in Linz. Er ergriff zunächst einen am Pult
abgelegten Bargeldbetrag und bediente sich anschließend selbst aus
der Kassenlade. Danach kletterte er über das Pult, lief aus der
Bankstelle und flüchtete zu Fuß. Nach umfassenden Ermittlungen konnte
der Verdächtige von Kräften des EKO COBRA am 14. Mai 2010 angehalten
werden. Auf Grund seiner unglaubwürdigen Angaben wurde das
Landeskriminalamt OÖ zur Überprüfung hinzugezogen.

Bei der weiteren Befragung gab er die Wohnung bekannt, in der er sich
aufgehalten hatte. Bei einer freiwillig gestatteten Nachschau in
dieser Wohnung konnte die Raubbeute, die Bewaffnung, Maskierung und
Bekleidung sichergestellt werden. Weiters wurden 570 Gramm Haschisch
vorgefunden und sichergestellt. Im Zuge der Ermittlungen konnte ihm
auch der Raubüberfall am 4. Jänner 2010 auf die Raiffeisenfiliale in
der Herrenstraße in Linz nachgewiesen werden. Günter Erwin R. legte
bei seiner Beschuldigtenvernehmung ein umfassendes Geständnis zu den
beiden Banküberfällen auf die Bankstelle Am Dom ab. Als Motiv nannte
er seine schlechte finanzielle Lage. Er wurde am 16. Mai 2010 in die
Justizanstalt Linz überstellt.

Fall 2: Festnahme eines Serienbankräubers in Lengau, Bezirk Braunau
(OÖ)

Am 20. Mai 2010 ein 39-jähriger Salzburger die eine Bank in Lengau.
Der Verdächtige trug eine Kapuzenjacke und verwendete eine
Schildkappe und Sonnenbrille als Maskierung. Er bedrohte den
Angestellten mit einem Gasrevolver und forderte Geld.

Während der Bankangestellte noch Geld in den Beutel packte,
verständigte bereits ein Zeuge die BLS Braunau/Inn, dem den
Bankräuber bereits beim Betreten der Bank mit seiner Kapuze am Kopf
aufgefallen war. Als der Bankräuber vom Bankangestellten den
Stoffbeutel mit Eurobanknoten übergeben bekam, waren die
Polizeistreifen bereits alarmiert und Richtung Tatort unterwegs.

Der Tatverdächtige flüchtete zu Fuß zu seinem in einer Seitenstraße
abgestellten PKW, Audi A4, Silber lackiert, mit Braunauer Kennzeichen
und warf die Beute und Maskierung in das Fahrzeug. Anschließend
flüchtete er mit dem Fahrzeug in Richtung Lochen, wobei er von einem
Zeugen beobachtet werden konnte. Die zum Tatort anfahrenden
Streifenbesatzungen der Polizeiinspektionen Friedburg-Lengau und
Palting begegneten dem Fluchtfahrzeug und konnten den Tatverdächtigen
zur Anhaltung zwingen. Der Tatverdächtige wurde schließlich von den
Beamten aufgrund des dringenden Tatverdachtes widerstandslos
festgenommen und er wurde anschließend zur PI Friedburg-Lengau
gebracht. Im Fahrzeug wurden die Raubbeute und Maskierungsteile
sichergestellt, den schwarzen Gasrevolver hatte er noch eingesteckt.

Bei der Einvernahme auf der PI Friedburg-Lengau durch Beamte der
Raubgruppe des Landeskriminalamtes gab der Beschuldigte zu, vier
weitere Überfälle seit Mai 2009 in Oberösterreich und Salzburg verübt
zu haben. Nach weiteren Überprüfungen und Einvernahmen konnten dem
Beschuldigten noch drei weitere Banküberfälle in Salzburg zugeordnet
werden.

Fall 3: Klärung eines versuchten schweren Raubüberfalles auf ein
Lebensmittelgeschäft in Braunau am Inn

Die Kriminaldienstgruppe Braunau am Inn konnte in Zusammenarbeit mit
den Tagesstreifen Braunau am Inn, den am 21.06.2010 auf ein Geschäft
in Braunau am Inn durchgeführten, versuchten schweren Raub klären.
Der 15jährige Schüler Burak N. aus Braunau bedrohte am 21. Juni 2010
die Geschäftsfrau Monika W. in ihrem Lebensmittelgeschäft in Braunau
am Inn mit einem Messer und forderte Geld. Monika W. rief ihre
Arbeitskollegin zur Hilfe, worauf der Täter fluchtartig das Geschäft
verließ.

Burak N. flüchtete nach der Tat in unbekannte Richtung. Die beim Raub
verwendete Kapuzenjacke versteckte er in einem Feld und verbrannte
diese später. Das verwendete Messer warf er in eine Wiese. Das Messer
konnte sichergestellt werden. Zwei weitere Mittäter gaben sich als
Zeugen aus, hinterließen der Geschäftsfrau einen falschen Namen und
falsche Adresse und gingen ebenfalls davon.

Die beiden amtsbekannten Burschen konnten von der
Kriminaldienstsstreife bei der Anfahrt zum Tatort im Nahbereich
wahrgenommen werden und später als die vermeintlichen "Zeugen"
identifiziert werden. Auch der unmittelbare Täter wurde bei der
eingeleiteten Fahndung durch eine Streife angehalten und
perlustriert, wurde bei einer ersten Gegenüberstellung mit dem Opfer
nicht eindeutig wiedererkannt.

Im Zuge der umfangreichen Einvernahmen zeigten sich die drei
Jugendlichen geständig, gemeinsam die Straftat geplant zu haben.
Weiters konnte Sabahudin S., Daniel I, Burak N. und dem 14jährigen
Dursun B. ein versuchter Einbruchsdiebstahl am späten Vormittag des
gleichen Tages in einem Adeg Geschäft in Braunau am Inn nachgewiesen
werden. Auch dort wollten sie in einem unbeobachteten Moment die
Kasse gewaltsam öffnen, um so an das Bargeld zu kommen. Da in diesem
Geschäft viele Kunden anwesend waren, führten sie ihr Vorhaben jedoch
nicht aus.

Für nähere Informationen steht Ihnen das Landeskriminalamt
Oberösterreich gerne zur Verfügung.

Rückfragehinweis:

Helmut Greiner, Oberst
   Pressesprecher des Bundeskriminalamts
   Tel.: 0664 813 21 28
   
   Landeskriminalamt Oberösterreich
   Journaldienst
   Tel.: 059 133-403333

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