Kriminalitätsbekämpfung: Sicherheit gestalten für Österreich
Utl.: Niederösterreich: Klärung von zahlreichen Straftaten
Wien (OTS) - Der Erfolg gibt der Polizei Recht die österreichische
Polizei hat auf die neuen Herausforderungen schnell, flexibel und vor
allem erfolgreich reagiert.
Der in der ersten Jahreshälfte 2009 steigenden Kriminalität im
Bereich Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Wohnhäuser und der
Kfz-Diebstahl wurde unter anderem mit sichtbaren Maßnahmen der
SOKO-Ost entgegengewirkt. Auch das vom Bundeskriminalamt
ausgearbeitete Maßnahmenpaket mit intensiven Strukturermittlungen und
deren konsequente Umsetzung durch die Sicherheitsbehörden zeigt eine
deutliche Wirkung. "Wie uns die Zahlen in der neuesten
Kriminalstatistik beweisen, greifen die Maßnahmen und Strategien",
sagte General Franz Lang, Direktor des Bundeskriminalamts.
Auch ist in einem hohen Maße der Einsatzwille, das Engagement, das
Fachwissen und die besondere Teamfähigkeit eines jeden einzelnen
Polizisten und Polizistin in den Bundesländern dafür verantwortlich,
dass Österreich weiterhin zu den sichersten Ländern der Welt zählt.
Beispielhaft dürfen hier einige Fälle aus dem Bundesland
Niederösterreich angeführt werden:
Fall 1: Klärung von 25 Diebstählen durch die Kriminalpolizei
Schwechat
Die Verantwortungsträger der Polizei in Niederösterreich stellten
fest, dass mit Beginn des Jahres 2010 die Zahl der Taschendiebstähle
am Flughafen Wien-Schwechat angestiegen waren. Die Ermittlungen
führten bereits nach kurzer Zeit zum Erfolg!
Ende Februar 2010 konnte ein 45-jähriger algerischer Staatsbürger,
der sich mit einem gestohlenen und verfälschten französischen
Reisepass auswies, nach einer Verfolgungsjagd gestellt und
festgenommen werden.
Im Zuge der Erhebungen konnten dem Verdächtigen 25 Diebstähle am
Flughafen Wien-Schwechat sowie in verschiedenen Hotels in Wien
nachgewiesen werden. Der Täter hatte es bei seinen Taten stets auf
unbeaufsichtigte Taschen abgesehen.
In zwei Fällen agierte der Täter besonders dreist: auf einer
Autobahnraststation in Niederösterreich und auf einem Parkplatz in
Linz stach er die Autoreifen von geparkten Fahrzeuge auf, um
anschließend die Aktentaschen der abgelenkten und beschäftigten
Autobesitzer aus den Fahrzeugen zu stehlen. Der Verdächtige beglich
seine Konsumationen in Wiener Nachtklubs zudem mit gestohlenen
Kreditkarten. Der Gesamtschaden in Österreich betrug rund 18.000
Euro.
Interpol wurde eingeschaltet, da der Täter europaweit wegen
Vermögensdelikten aktenkundig ist. Der Verdächtige wurde in
Untersuchungshaft genommen.
Fall 2: Klärung von 35 Einbruchsdiebstählen in Vereinshäuser und
Jagd- und Berghütten
Zwischen April 2010 und Mai 2010 traten im Bereiche Schneeberg-, Rax-
und Semmeringgebiet vermehrt Einbruchsdiebstähle auf. Die intensive
Tatortarbeit und die kriminalpolizeilichen Erhebungen zeigten, dass
alle Einbrüche von einem Täter begangen worden sein dürften.
Im Zuge umfangreicher Fahndungsmaßnahmen durch Beamte der
Polizeiinspektion Reichenau an der Rax konnte am 26. Mai 2010 ein
57-jähriger tschechischer Staatsbürger nach einem Einbruchsdiebstahl
in eine Jagdhütte vorläufig festgenommen werden. Der Beschuldigte war
im Besitz von Einbruchswerkzeug und Münzgeld, was auf andere Tatorte
schließen ließ. Der Beschuldigte soll Fenster und Türen aufgebrochen,
vorgefundene Lebensmittel konsumiert und in den Tatobjekten
genächtigt haben.
Im Zuge einer Einvernahme durch die Beamten der Polizeiinspektion
Reichenau an der Rax zeigte sich der 57-Jährige zu den
strafrechtlichen Delikten großteils geständig. Über Anordnung der
Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt wurde der Einbrecher in die
Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.
Fall 3: Klärung von zahlreichen strafrechtlichen Delikten
Seit Jahresende 2009 wurden durch Beamte der Polizeiinspektion
Mauerbach umfangreiche Erhebungen wegen Sachbeschädigungen,
Diebstählen, Unterschlagungen, Besitz verbotener Waffen sowie nach
dem Verbotsgesetz (Anbringung von Hackenkreuzen z.B. mit Spraydosen)
durchgeführt. Dabei wurden 32 Beschuldigte!!! im Alter zwischen 13
und 20 Jahren ausgeforscht, die verdächtig waren, diese
strafrechtlichen Delikte begangen zu haben. Bei der
Staatsanwaltschaft St. Pölten wurden dazu insgesamt 37 Fakten zur
Anzeige gebracht.
Bei den Diebstählen, die in der Zeit von 2005 bis 2010 begangen
wurden, handelt es sich vorwiegend um Toilettenartikel,
Kleidungsstücke u. kleinere alltägliche Gebrauchsgegenstände aus
Geschäften in Wien und zum größten Teil aus Geschäften im
Gemeindegebiet von Mauerbach. Von den Beamten konnten verbotene
Waffen, Diebsgut und unzählige PKW-Embleme verschiedenster Marken
sichergestellt werden. Weiters werden die Beschuldigten verdächtigt,
eine große Anzahl an Sachbeschädigungen an Pkws begangen zu haben.
Die Beschuldigten sind zu den Tathandlungen teilgeständig. Der
Gesamtsachschaden dürfte sich auf rund 15.000 Euro belaufen.
Im Zuge dieser Ermittlungen konnten Verdachtsmomente betreffend der
Konsumierung von Suchtgift im Gemeindegebiet von Mauerbach erhoben
werden. Ab Februar 2010 wurden Erhebungen im Suchmittelbereich
durchgeführt und in weiterer Folge eine Ermittlungsgruppe
eingerichtet, die mit dem Landeskriminalamt Niederösterreich,
Ermittlungsbereich Suchtgift kooperierte. Gemeinsam wurden insgesamt
27 weitere Beschuldigte im Alter von 14 bis 20 Jahren ausgeforscht.
Bei durchgeführten Hausdurchsuchungen wurden rund 45 Gramm
Cannabisharz, 210 Gramm Cannabiskraut, fünf Gramm Aphetamine und
verbotene Waffen sichergestellt. Insgesamt wurden Belastungen von bis
zu vier Kilogramm Cannabis zu einem durchschnittlichen
Straßenhandelswert von 40.000 Euro erhoben.
Ein 23-jähriger und ein 21-jähriger Wiener konnten als
Suchtgifthändler ausgeforscht werden. Sie sind verdächtig, zwischen
drei und dreieinhalb Kilogramm Suchtgift, hauptsächlich Cannabis,
verkauft zu haben.
Für nähere Informationen steht Ihnen das Landeskriminalamt
Niederösterreich
gerne zur Verfügung.
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Oberst
Pressesprecher des Bundeskriminalamts
Tel.: 0664 813 21 28
Landeskriminalamt Niederösterreich
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