- 08.07.2010, 13:11:29
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Kriminalitätsbekämpfung: Sicherheit gestalten für Österreich
Kärnten: Klärung von zahlreichen Straftaten
Wien (OTS) - Der Erfolg gibt der Polizei Recht die österreichische
Polizei hat auf die neuen Herausforderungen schnell, flexibel und vor
allem erfolgreich reagiert.
Der in der ersten Jahreshälfte 2009 steigenden Kriminalität im
Bereich Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Wohnhäuser und der
Kfz-Diebstahl wurde unter anderem mit sichtbaren Maßnahmen der
SOKO-Ost entgegengewirkt. Auch das vom Bundeskriminalamt
ausgearbeitete Maßnahmenpaket mit intensiven Strukturermittlungen und
deren konsequente Umsetzung durch die Sicherheitsbehörden zeigt eine
deutliche Wirkung. "Wie uns die Zahlen in der neuesten
Kriminalstatistik beweisen, greifen die Maßnahmen und Strategien",
sagte General Franz Lang, Direktor des Bundeskriminalamts.
Auch ist in einem hohen Maße der Einsatzwille, das Engagement, das
Fachwissen und die besondere Teamfähigkeit eines jeden einzelnen
Polizisten und Polizistin in den Bundesländern dafür verantwortlich,
dass Österreich weiterhin zu den sichersten Ländern der Welt zählt.
Beispielhaft dürfen hier einige Fälle aus dem Bundesland Kärnten
angeführt werden:
Fall 1: Schwerer Raub
Am 13. Juni 2010 wurde Dietmar G. nach einer Bargeldbehebung bei
einem Outdoor-Bankomaten in der Bahnhofstraße in Klagenfurt von zwei
ihm vorerst unbekannten Männern beobachtet. Die zwei Männer folgten
ihm im Anschluss auf dem Heimweg in einem Abstand von einigen Metern.
In einem Park zog einer der Männer einen Pfefferspray und verletzte
das Opfer durch Besprühen im Bereich der Augen und setzte dadurch die
Abwehrfähigkeit des Opfers herab. In weiterer Folge schlugen die
Männer auf das Opfer ein und versuchten mit erheblicher
Gewaltanwendung dessen Brieftasche aus der Hosentasche zu ziehen. Dem
Opfer gelang es durch massive Gegenwehr das zu verhindern und in
weiterer Folge zu flüchten bzw. die Täter zu vertreiben.
Unter Mitwirkung mehrerer Dienststellen im SPK Klagenfurt und
umfassendem Ermittlungsaufwand gelang es die vorerst unbekannten
Personen auszumitteln. Die Beschuldigten legten beide ein umfassendes
Geständnis ab. Als Motiv führten sie übermäßigen Alkoholkonsum und
die Möglichkeit, sich auf leichtem Wege Geld zu verschaffen, an.
Fall 2: Suchtmittelgesetz § 28a/
Das LKA Kärnten führt seit Sommer 2009 in Zusammenarbeit mit dem BPK
Spittal/Drau sachbezogene Ermittlungen wegen internationalen
Kokainschmuggel/-handel und Herstellung/Handel von/mit
Cannabisprodukten (Marihuana) durch eine Tätergruppe aus den Bezirken
Spittal/Drau und Villach Land, durch.
Am 10. März 2010 konnten im Verlauf von Hausdurchsuchungen bei neun
Tatverdächtigen ca. 800 Gramm hochwertiges Kokain aus
Kolumbien/Brasilien, diverse Streckmittel, eine Suchtmittelwaage, ca.
700 Gramm rauchfertiges Cannabiskraut und vier Stück Homegrow (Indoor
- Cannabiszuchtanlage im Wert von 24.000 Euro) sichergestellt werden.
Weiters wurden 22.000 Euro Bargeld, eine Edelsteinsammlung in
unbekanntem Wert und typische Suchtgiftutensilien zum Herstellen,
Verpacken und Verkaufen von Suchtmitteln (Waage, Verpackungsmaterial
etc) sichergestellt.
Drei Tatverdächtige schmuggelten zuletzt im Februar 2010 als
"Bodypacker" das sichergestellte Kokain von Brasilien über Paris und
Laibach bzw. von Brasilien über Lissabon und Venedig nach Österreich.
Das hochwertige Kokain wurde in Spittal/Drau vorwiegend mit Kreatin
und Milchpulver gestreckt und an ca. 50 Abnehmer zum Grammpreis von
100 Euro verkauft. Das Cannabiskraut wurde in großen Mengen in
Indoorplantagen hergestellt und an Abnehmer in Oberkärnten
gewinnbringend verkauft.
Der Straßenverkaufswert des sichergestellten Kokains beläuft sich auf
ca. 300.000 Euro, der des Marihuanas auf ca. 17.000 Euro.
Die Ermittlungen ergaben, dass die Mitglieder dieser Tätergruppe seit
mindestens drei Jahren bei weiteren acht Schmuggelfahrten Kokain aus
den Niederlanden und aus Südamerika nach Spittal/Drau brachten, um es
gewinnbringend zu verkaufen.
Als Abnehmer konnten zahlreiche, teils einschlägig bekannte Personen
aus dem Bereich Spittal/Drau, ausgemittelt werden. Die Ermittlungen
gegen die Suchtmittelkonsumenten sind noch nicht abgeschlossen. Alle
Tatverdächtigen werden der StA Klagenfurt angezeigt. Drei
Tatverdächtige wurden wegen Verdachts des Verbrechens nach § 28a SMG
über Anordnung der StA Klagenfurt in die JA Klagenfurt eingeliefert.
Fall 3: Erpressung, Erpresserische Entführung (Versuch), Schwere
Nötigung
Im Mai dieses Jahres erstattete Andreas D. bei der PI Trattengasse
(Klagenfurt) eine Anzeige. Dieser führte aus, dass sein Bruder Kevin
von mehreren Personen, tschetschenischer Herkunft entführt wurde.
Andreas D. solle sich bei einem bestimmten Treffpunkt einfinden und
gegen seinem Brauder ausgetauscht werden.
Im Zuge der Streifung konnte Ibragim Z. auf frischer Tat festgenommen
werden, als er den Andreas D. mit Gewalt zu einem neuerlichen
Treffpunkt zerren wollte.
Die Festnahme des Z. wurde scheinbar von den anderen an der Tat
beteiligten beobachtet und so ließen sie den Bruder des D.
unbehelligt gehen. Ali C., Alishan G. und Abubakar D. flüchteten.
Nach Abschluss der ersten Erhebungen und Einvernahmen der
Geschädigten wurde die StA Klagenfurt verständigt. Diese ordnete
weitere nochmalige Einvernahmen der Geschädigten an.
Laut der bis dato getätigter Erhebungen und Informationen dürfte es
mehrere Opfer zu dieser Täterschaft geben. Aus Angst ist jedoch kaum
einer der Geschädigten bereit eine Aussage zu machen.
Für nähere Informationen steht Ihnen das Landeskriminalamt Kärnten
gerne zur Verfügung.
Rückfragehinweis:
Helmut Greiner, Oberst Pressesprecher des Bundeskriminalamts Tel.: 0664 813 21 28 Landeskriminalamt Kärnten Journaldienst Tel.: 059 133-203333
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