• 06.07.2010, 14:01:43
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Grünewald zu Unis: Kapitulation der Bildungspolitik

Sieht so ein moderner Hochschul- und Forschungsraum aus?

Wien (OTS) - "Die Zahl der Studierenden derart drastisch zu
reduzieren, um nur annähernd eine qualitätsgesicherte Lehre anbieten
zu können, ist phantasie- und mutlos. Wenn Zulassungsbeschränkungen
zum zentralen Bildungsthema werden, dann ist das eine Kapitulation
der Bildungspolitik", kritisiert der Wissenschaftssprecher der
Grünen, Kurt Grünewald und meint: "Man kann die Verzweiflung, die auf
Seiten der Universitäten/Rektoren herrscht, teilweise nachvollziehen.
Aber die Ideen, die aus der Not heraus schnell geboren werden,
treffen die Falschen, nämlich die Studierenden. Nicht nur die bekannt
beschämend niedrige AkademikerInnenquote, auch die phänomenal hohe
soziale Selektion in Österreich reichen nicht mehr aus - noch mehr
junge Menschen sollen durch verschiedene Zugangshürden von den
Universitäten fern gehalten werden. Diese Vorgangsweise ist
angesichts der geringen Anzahl Hochqualifizierter (18% versus 39% in
EU und OECD-Staaten) höchst kontraproduktiv", so Grünewald und
weiter: "Die OECD mahnt Österreich, die Zahl seiner Studierenden zu
erhöhen, Wirtschaftsforscher sehen in höheren Bildungsabschlüssen und
Investitionen eine Chance, die Folgen der Finanz- und
Wirtschaftskrise zu bekämpfen. Selbst Rektoren betonen immer wieder,
dass Österreich mehr Studierende braucht. Mangelnde Ressourcen
erlauben aber keine qualitätsgesicherte Lehre und zunehmende
Studierendenzahlen in 'Massenfächern' stellen die Universitäten vor
kaum lösbare Probleme".
Der Wissenschaftssprecher der Grünen fordert die Bundesregierung auf,
endlich umzudenken und klare Prioritäten im Bildungs- und
Forschungsbereich zu setzen, denn "woher soll denn die steigende Zahl
von AbsolventInnen kommen, die BM Karl als die 'wertvollste Ressource
Österreichs' bezeichnet, während sie gleichzeitig keine ausreichenden
Mittel zur Verfügung stellt, so dass einzelne Rektoren gezwungen
sind, ihre Kapazitätsprobleme selbst zu bearbeiten. Gebrochene
Versprechungen eines verbindlichen Budgetpfades für den tertiären
Bildungsbereich sowie die Weigerung der Bundesregierung, einen
Beschluss aller Parlamentsparteien zu vollziehen, reihen sich nahtlos
in die Flut der leeren Versprechungen aus den zuständigen Ressorts",
kritisiert Grünewald und fordert die Bundesregierung auf, die
Kaputtsparpolitik im Bildungsbereich endlich zu beenden.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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