Wien (OTS) - Mit einer inszenierten Ölpest vorm Finanzministerium
bekräftigten die Grünen heute ihre Forderung nach einem Stopp von
Tiefseebohrungen durch die OMV. Bundessprecherin Eva Glawischnig:
"Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat gezeigt, dass
Tiefseebohrungen nicht beherrschbar sind. Momentan stehen BP und der
Golf von Mexiko im Rampenlicht, aber auch Österreich bohrt weltweit
in der Tiefsee nach Öl. Damit muss Schluss sein, sonst ist die
nächste Katastrophe vorprogrammiert." Neben Eva Glawischnig nahmen an
dieser Aktion auch die stv. Bundessprecherin Maria Vassilakou,
Umweltsprecherin Christiane Brunner, der Energiesprecher der Wiener
Grünen, Christoph Chorherr sowie der Umweltsprecher der Wiener
Grünen, Rüdiger Maresch.
Die OMV ist im Bereich "Deep-Offshore" aktiv und investiert weltweit
beträchtliche Summen in den Ausbau dieses Geschäftsfelds. Allein in
Nord- und Westeuropa fördert die OMV in der Tiefsee der Barentsee,
der Nordsee, im Gebiet der Faröer Inseln und in dem als besonders
gefährlich geltenden Gebiet westlich der Shetland Inseln. Dazu
kommen Offshore-Lizenzen in Nordafrika, im Mittleren Osten,
Australien/Neuseeland und Russland/ Kaspische Region.
Umweltsprecherin Christiane Brunner: "Die OMV selbst versucht Ihr
Engagement in diesem Bereich inzwischen herunter zu spielen. Wir
verlangen volle Aufklärung und stellen heute eine Anfrage an den
Finanzminister über das Ausmaß der österreichischen Tiefseebohrungen
und bestehende Regelungen und Haftungsvorsorge im Schadensfall". Das
Finanzministerium ist - über die von der ÖIAG gehaltenen OMV-Anteile
- als Eigentümervertreter zuständig.
Glawischnig: "Finanzminister Pröll trägt Mitverantwortung für die
Tiefseebohrungen der OMV weltweit. Wir wollen von ihm ein klares
Bekenntnis zum Rückzug aus diesem unkontrollierbaren Geschäft."
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
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