- 04.07.2010, 14:06:32
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Landau fordert Aufenthaltstitel für integrierte Flüchtlingsfamilien
Schicksal Arigona Zogajs zeigt "fehlende Rationalität" in der gegenwärtigen Zuwanderungs- und Integrationspolitik
Wien, 04.07.10 (KAP) Für gut integrierte Flüchtlingsfamilien muss es
eine Möglichkeit geben, zu einem humanitären Aufenthaltstitel zu
gelangen: Das hat der Wiener Caritas-Direktor Michael Landau am
Sonntag im Blick auf die erzwungene Ausreise von Arigona Zogaj und
ähnlich gelagerte Fälle gefordert. "Das geltende Recht nimmt auf die
faktisch gelungene Integration nach wie vor zu wenig Rücksicht", so
Landau im "Kathpress"-Gespräch.
Das Fremdenrecht müsse deshalb durch eine "Prüfung unter humanitären
Gesichtspunkten" ergänzt werden, betonte der Wiener Caritas-Chef:
"Insbesondere sollten unbescholtene Asylwerber, die bereits mehr als
fünf Jahre auf den Ausgang ihres Verfahrens warten, die Möglichkeit
erhalten, sich in Österreich niederzulassen."
Das Schicksal von Arigona Zogaj mache dabei das grundsätzliche
Problem deutlich, um das es gehe: "Sie spricht gut Deutsch, ist
bestens integriert, strebt einen Beruf an, den wir in Österreich
brauchen - Krankenschwester. Und dennoch darf sie nicht bleiben."
Für Landau zeigt das Schicksal Arigona Zogajs die "fehlende
Rationalität" in der gegenwärtigen Zuwanderungs- und
Integrationspolitik.
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