• 02.07.2010, 08:58:16
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Gefahren im Urlaub: So schützen Sie sich vor kriminellen Handlungen

Vorgetäuschte Unfälle, Trickdiebe, leerstehende Wohnungen

Wien (OTS) - "Damit die Urlaubszeit zur schönsten Zeit des Jahres
wird und bei der Rückkehr aus dem Urlaub keine bösen Überraschungen
warten, gilt es, Kriminellen erst gar keine Möglichkeit zu geben,
aktiv werden zu können, sei es in der leer stehenden Wohnung, bei der
An- und Rückreise zum Urlaubsort oder am Urlaubsort", so Franz Lang,
Direktor des Bundeskriminalamts.

Am Urlaubsort selbst wird generell zwischen vier potenziellen
Gefahrenquellen unterschieden:

Unterkunft wie Hotelzimmer, Zelt, Wohnwagen etc. Sie sind ein gern
gesehenes "Terrain" für Kriminelle. Aber auch Strände, öffentliche
Plätze oder ein belebte Basare dienen Kriminellen dazu, ihre Opfer
auszuwählen.

Ein besonderes Risiko stellt der Geldwechsel oder der Erwerb von
Eintritts-, Zutritts- oder Konzertkarten dar. Und auch günstige
Markenwaren wie Uhren, Kleidung oder Schmuck, die von Straßenhändlern
angeboten werden, sind meist Fälschungen.

Öffentliche Plätze bzw. Plätze mit großen Menschenmengen. Sie
erleichtern es Taschendieben, ihre kriminellen Machenschaften
voranzutreiben und unbemerkt Uhren, Brief- und Handtaschen, Schmuck
und Bargeld zu entwenden. Achten Sie daher nicht nur darauf, was sie
erwerben, sondern auch, wie sie beispielsweise im Gedränge auf
Märkten und Basaren ihre Wertsachen sichern. Ein Taschendiebstahl in
einer großen Menschenmenge ist schnell geschehen. In manchen Ländern
wird Touristen ihr Rucksack auch vom fahrenden Motorrad aus den
Händen entrissen.

Zu den vierten Gefahrenquellen zählen die so genannten "Trickdiebe".
Ihre Methoden sind sehr unterschiedlich. Entweder sie wollen etwas
verkaufen, zum Beispiel Rosen oder Souvenirs, oder sie spielen die
"Mitleidsmasche" vor. Die Täter täuschen zum Beispiel Unfälle vor
oder dass sie Opfer eines Raubs geworden sind, denen angeblich ihr
Geld und ihre Ausweispapiere geraubt wurden. verweisen Sie in solchen
Fällen auf die nächste Polizeidienststelle oder - bei Ausländern -
die jeweilige Botschaft und leihen oder borgen sie den Personen
niemals (große) Bargeldbeträge.

Im ersten Quartal 2010 gab es einen deutlichen Rückgang der
Einbruchskriminalität in Wohnungen und Wohnhäuser in Österreich: die
Zahl der Einbrüche in Wohnungen ging um 16,6 Prozent zurück, die Zahl
der der Einbrüche in Einfamilienhäuser um 42,3 Prozent. "Diese
positive Entwicklung wollen wir auch in den Sommermonaten fortsetzen.
Daher setzt die Polizei nicht nur auf eine Reihe an
(kriminal-)polizeilichen Maßnahmen, wie z.B. den Masterplan gegen die
Einbruchskriminalität, sondern vermehrt auch auf Prävention. "Es gibt
sehr einfache und kostengünstige Möglichkeiten, Kriminelle
abzuschrecken", sagt Lang. "Wenn Sie zwei Wochen lang ihre Rollläden
nicht hochziehen, signalisieren sie potenziellen Tätern ihre
Abwesenheit. Überlassen Sie ihren Wohnungs- oder Wohnhausschlüssel
daher einer Person ihres Vertrauens und bitten Sie diese Person,
täglich ihren Briefkasten zu leeren, ihre Rollos tagsüber zu öffnen
oder, wenn sie länger weg sind, auch den Rasen zu mähen."

Auf der Fahrt ins Urlaubsland achten sie darauf, keine
Zahlungsmittel, Ausweispapiere oder Wertgegenstände im Auto liegen zu
lassen, besonders an Autobahnraststätten oder Hotelparkplätzen. "Sie
können schon mit sehr einfachen Mitteln signalisieren, dass Täter bei
Ihnen nichts holen können, indem sie an Raststationen ihr leeres
Handschuhfach offen lassen", sagte Lang. "Die Gefahr, dass jemand ihr
Auto aufbricht, um sich nach dem Inhalt des Handschuhfachs zu
erkundigen, ist dadurch gleich null."

Unter der Telefonnummer 059 133 bekommen Bürgerinnen und Bürger
individuelle Präventionstipps für ihre Urlaubsreise.

Rückfragehinweis:
Helmut Greiner, Oberst
Pressesprecher des Bundeskriminalamts
Mobil: 0043 664 8132128

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