• 01.07.2010, 13:54:36
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AKNÖ-Haneder: "Nagelprobe für Arbeitsmarkt kommt erst im Herbst"

Teilzeit statt Vollzeit ist kein Aufschwung

Wien (OTS/AKNÖ) - "Der Rückgang der arbeitslos gemeldeten
NiederösterreicherInnen um 1.662 Personen erklärt sich fast
vollständig aus der Zunahme der SchulungsteilnehmerInnen um 1.484
Personen", sieht AKNÖ-Präsident Hermann Haneder sehr skeptisch in
die Zukunft.

Das Wirtschaftswachstum wird nicht ausreichen, um die
Arbeitslosigkeit in Niederösterreich nachhaltig zu senken. "Die
Nagelprobe für den Arbeitsmarkt kommt erst im Spätherbst, wenn ein
etwaiges Budgetsparprogramm auf dem Tisch liegt", warnte Haneder vor
voreiligen Jubelmeldungen.

Niederösterreich liegt beim heute, Donnerstag, bekannt gewordenen
Rückgang der Arbeitslosigkeit um 4,4 % unter allen Bundesländern an
vorletzter Stelle. Oberösterreich, das eine vergleichbare
Wirtschaftsstruktur aufweist, verbesserte sich um 9,4 Prozent.

"Umso wichtiger, dass die konjunkturpolitischen Maßnahmen, die bisher
das Schlimmste verhindert haben, aufrecht erhalten bleiben", sagt
dazu AKNÖ-Arbeitsmarktexpertin Claudia Tschernutter. Dazu gehören in
Niederösterreich vor allem Schulungsmaßnahmen des AMS und
Arbeitsstiftungen. "Diese Maßnahmen haben in Summe dazu geführt, dass
Arbeitssuchende deutlich bessere Chancen am Arbeitsmarkt haben."

Die Unternehmen haben noch zu wenig Vertrauen in einen
Aufschwung

Die Unternehmen melden zwar höhere Auftragseingänge, doch die
Investitionen sind noch nicht in Schwung gekommen. Tschernutter: "Das
Vertrauen der Unternehmen in einen Wirtschaftsaufschwung ist erst
dann klar zu erkennen, wenn die Investitionen wieder Fahrt
aufnehmen." Derzeit werden verloren gegangene Vollzeitarbeitsplätze
vermehrt durch Teilzeitjobs ersetzt. Die reine Zahl der
Beschäftigungsverhältnisse sagt noch nichts darüber aus, ob man von
den neuen Jobs auch Leben kann und welche Sicherheit diese bieten.
Expertin Tschernutter: "Der Sockel an unsteten Arbeitsverhältnisse
wächst weiter, das macht die Menschen besorgt, die Sicherheit für
ihre eigene Zukunft brauchen."

Rückfragehinweis: AKNÖ Wirtschaftspolitik
Claudia Tschernutter
01/58883 - 1637
Aktuelle Informationen finden Sie auch auf
noe.arbeiterkammer.at/presse

Rückfragehinweis:
AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1200
mailto:[email protected]
http://noe.arbeiterkammer.at

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