utl: Einrichtungen garantieren Opfern volle Vertraulichkeit und rasche
Hilfe - Finanzielle Hilfen werden über Unabhängige
Opferschutzanwaltschaft abgewickelt =
Linz, 01.07.10 (KAP) Die kirchlichen Ombudsstellen haben begonnen,
die von der Bischofskonferenz beschlossene Rahmenordnung gegen
Gewalt und Missbrauch umzusetzen. Die Eckpunkte der Implementierung
wurden am Mittwoch in Linz beim Treffen der Verantwortlichen aller
Ombudsstellen besprochen. Aus dem Bericht darüber, der an
"Kathpress" übermittelt wurde, geht hervor, dass alle Ombudsstellen
in den vergangenen Wochen im Vergleich zu den Monaten März und April
einen deutlichen Rückgang der Erstkontakte verzeichneten. Allerdings
werde die umfassende Aufarbeitung der in den vergangenen Monaten
erfolgten Meldungen in vielen Fällen noch längere Zeit in Anspruch
nehmen; eine detaillierte Auswertung werde gegen Ende September
erfolgen.
Konkrete Fragen der Umsetzung, wie die Personalausstattung der
Ombudsstellen oder die Klärung der Zuständigkeit in jenen Fällen, wo
sich ein Opfer an die Ombudsstellen mehrerer Diözesen gewandt hatte,
standen im Vordergrund des Arbeitstreffens. Um zu vermeiden, dass
Opfer ihren Leidensweg wiederholt schildern müssen, werden bei
Zustimmung der Betroffenen die relevanten Informationen zwischen den
Ombudsstellen ausgetauscht, hält der Bericht fest.
Die Verantwortlichen der Ombudsstellen betonten, dass alle
Informationen streng vertraulich gehandhabt werden und etwaige
weitere Schritte nur mit Einverständnis der Opfer erfolgen. Weiters
wurde hervorgehoben, dass die Ombudsstellen jenen Betroffenen, die
selbst eine Anzeige erstatten möchten, alle erforderliche
Unterstützung und psychologische Begleitung angeboten wird.
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