OTS0207 / 01.07.2010 / 12:18 / Channel: Wirtschaft / Aussender: Die Grünen Oberösterreich
Stichworte: Energie / Grüne / Oberösterreich


LR Anschober: NAP - Regierung will Österreich offensichtlich in Abhängigkeit von Öl belassen und tausende Grüne Jobs gefährden

Utl.: 50 Prozent Erneuerbare Energie in Österreich bis 2020 wäre statt Ausbau im Schneckentempo problemlos möglich =


   Linz (OTS) - Österreichs Bundesregierung hat offensichtlich weder
aus der Ölkrise, noch von der Klimakrise noch von der Megachance auf
zehntausende Grüne Jobs etwas gelernt. "Die Ziele des "Nationalen
Aktionsplans Erneuerbare Energie" zur Erreichung der Energie- und
Klimaschutzziele der EU, die Österreich nun nach Brüssel meldet, sind
nicht nur unambitioniert, sie sind skandalös niedrig, unterschreiten
bisherige Ziele bei weitem und führen zu einer radikalen
Verlangsamung des Umstiegtempos weg von fossilen, hin zu erneuerbaren
Energieträgern", kritisiert OÖ Grüner Umweltlandesrat Rudi Anschober.
Beispiele:
?Innerhalb von 10 Jahren soll der Anteil Erneuerbarer Energie bei der
Wärme- und Kälteversorgung lediglich um 2 Prozentpunkte steigen (von
30,5 im Jahr 2010 auf 32,6 im Jahr 2020) - in den vergangenen 5
Jahren ist der Ausbau viel stärker gewachsen - von 24,3 % im Jahr
2005 auf die aktuellen 30,5%) - zum Vergleich: Oberösterreich liegt
2010 bereits bei 35% und will bis 2020 auf 50% ausbauen
?auch der Anteil Erneuerbarer Energie am Stromverbrauch soll
lediglich minimal von 69,1 % im Jahr 2010 auf 70,6 % im Jahr 2020
steigen.
?und der Anteil Erneuerbarer Energie am Energieverbrauch unserer
Gebäude soll sich ebenfalls kaum verändern: Ziel ist eine Erhöhung
von derzeit 35% auf 38% im Jahr 2020.
Anschober: "Die österreichische Bundesregierung fixiert sich also auf
Minimalstziele und verringert das bisherige, zu langsame
Umstellungstempo nocheinmal drastisch. Dabei zeigen alle Expertisen,
dass ein Anteil Erneuerbarer Energie von 50% im Jahr 2020 problemlos
erreichbar wäre, dass die Beibehaltung der starken Abhängigkeit von
Ölimporten zu immer höheren Kosten und Belastungen für Wirtschaft und
Konsumenten führen wird (nach der
Katastrophe ist ein weiterer Preisschub zu erwarten) und dass ein
mutiges Ausbaukonzept der Erneuerbaren bei gleichzeitiger Umsetzung
von Energieeffizienzprogrammen DER Jobmotor der nächsten Jahre werden
könnte. Viele grüne Jobs wackeln durch dieses Defensivprogramm der
Bundesregierung, die historische Chance auf ein grünes
Wirtschaftswunder wird nicht genutzt. Denn zu befürchten ist, dass
die Maßnahmenprogramme, Förderprogramme und legistischen Initiativen
der kommende Jahre von der Bundesregierung an den Zielen des NAP
gemessen werden und dementsprechend unambitioniert ausfallen werden."
Rückfragehinweis:
   Die Grünen Oberösterreich, Mag. Markus Gusenbauer, Pressereferent, Tel.: 0664/831 75 36, mailto: max.gusenbauer@gruene.at, http://www.ooe.gruene.at
	
							
												
							
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0207    2010-07-01/12:18
011218 Jul 10
GRO0001 0379