• 30.06.2010, 09:38:47
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LR Anschober: "Zwanzigmal mehr neue Solarstromanlagen in Tschechien als in Österreich - Österreich Schlusslicht in Europa."

Anschober fordert Reform: 1. Aufhebung der Budget-Deckelung für Photovoltaik im Ökostromgesetz; 2. Übernahme des deutschen EEG

Linz (OTS) - Die Zahlen 2009 (Zubau) liegen vor:
Deutschland: 3000 MW
Italien: 700 MW
Tschechien: 411 MW
Frankreich: 150 MW
Spanien: 104 MW

Österreich als Schlusslicht in Europa: 19,9 MW!

Landesrat Anschober: "Zehntausend Bürger wollen in
Solarstromerzeugung investieren. Aber im Gegensatz zu allen
Nachbarländern, die eine attraktive Förderregelung nach dem Vorbild
des deutschen erneuerbaren Energie-Gesetzes verwirklichen, werden sie
in Österreich behindert und der Ausbau dadurch beschränkt."

In Deutschland, Italien, Tschechien liegt eine Tarifforderung von
zwanzig Jahren vor mit attraktiven Einspartarifen (am Höchsten in
Tschechien: 44 Cent/kwh): jeweils ohne Deckung. In Österreich
herrscht seit Jahren Flickwerk, Behinderung und Beschränkung.

Im Gegensatz zu den Nachbarländern ist die Photovoltaik-Förderung via
Ökostromgesetz (nur für Anlagen über 5 kW und dies gedeckelt -
lediglich 500.000 Euro pro Jahr für neue Anlagen!), wodurch die
Budgets für 2010 und 2011 bereits vergeben und das Budget für 2012
bald ausgeschöpft sein wird. Dazu kommt die Förderung des Klima- und
Energiefonds für Klimaanlagen bis 5 kW, die allerdings mit 35
Millionen Euro begrenzt ist und nach dem Lotterieprinzip in diesen
Tagen nach Bundesländern aufgeteilt vergeben wird.

LR Rudi Anschober: "Diese schlechte Förderpolitik führt dazu, dass
wir Schlusslicht in Europa sind und dadurch in Österreich auch die
Anlagenpreise am höchsten sind - 10 bis 15 Prozent über Deutschland,
da bei uns kein starker Heimmarkt mit starker Nachfragung und die
Einkaufsmöglichkeit von Großmengen entstehen kann.

Ganz anders die Probleme in Tschechien: Hier ist der Boom durch die
attraktive Förderung so groß, dass mit Ende Jänner bereits Zusagen
und Genehmigungen für den Bau von Solar- und Windkraftanlagen mit
einer Leistungsstärke von über 1.000 MW (davon 5.200 MW Photovoltaik)
vorlagen. Daher wurde nun die Förderung ausgesetzt, weil die
Netzaufsichtsbehörde (CEPS) wegen des raschen Ausbaus vor einem
Zusammenbruch der Netze warnten. Derzeit wird an Lösungen gearbeitet.

Landesrat Anschober abschließend: "Oft schaut Österreich zurecht,
wegen Atomenergie und Atomausbau - kritisch und protestierend nach
Tschechien. Beim Solarstrom ist uns Tschechien weit voraus und kann
so wie die anderen Nachbarländer Vorbild für Österreich sein. Ich
fordere daher eine rasche Reform der Photovoltaik-Förderung in
Österreich: Durch eine Aufhebung der Photovoltaik-Deckelung im
Ökostromgesetz für 2010 und 2011 und bis 2011 eine Übernahme des
deutschen EEG, das in den Grundzügen von 50 Staaten der Welt wie eben
Tschechien, Italien oder China, Indien und Ägypten übernommen wurde.
Diese Forderungen werden seit kurzem von den Umweltreferenten aller
Bundesländer unterstützt."

Rückfragehinweis:
Büro Landesrat Rudi Anschober, Mag. Rudi LEO, Pressesprecher, Tel: +436648299969, mailto:[email protected], Promenade 37, 4020 Linz, www.anschober.at

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