• 29.06.2010, 17:33:05
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Oberösterreichs Apotheker sind bereit, einen strukturierten Beitrag zur Versorgung von Diabetikern zu leisten - BILD

: Über die bestmögliche Versorgung von Diabetikern diskutierten beim gestrigen Sommerfest der Oberösterreichischen Apotheker: OÖ Ärztekammer-Präsident Dr. Peter Niedermoser, LH Dr. Josef Pühringer, OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth, OÖ Apothekerkammer-Vizepräsidentin Mag. pharm. Monika Aichberger, HV-Chef Dr. Hans-Jörg Schelling, OÖ Apothekerkammer-Präsident Mag. pharm. Thomas Veitschegger sowie DI Kurt Völkl von der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (v. l.).

Linz (OTS) - Das dritte Sommerfest der oberösterreichischen
Apothekerkammer stand ganz im Zeichen des Disease Management
Programmes Diabetes (DMP). Mag. pharm. Thomas Veitschegger, Präsident
Apothekerkammer Oberösterreich: "Wir Apotheker sind bereit, dem
Auftrag des Landeshauptmannes Folge zu leisten und einen adäquaten
Beitrag zur Verbesserung der Versorgung von Diabetikern zu
erbringen."

Das Sommerfest der oberösterreichischen Apothekerkammer fand am
28. Juni im Lentos Kunstmuseum in Linz statt und machte seinem Namen
alle Ehre. Während ein warmer Sommertag zu Ende ging, wurde am Podium
angeregt über die Zukunft der heimischen Gesundheitsversorgung
diskutiert. Vor allem die Frage, wie Diabetiker in Stadt und Land
optimal versorgt werden können, beschäftigte die Diskutanten, allen
voran Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Oberösterreichs
Apotheker-Präsident Mag. pharm. Thomas Veitschegger, OÖGKK-Obmann
Felix Hinterwirth, OÖ-Ärztekammer-Präsident Dr. Peter Niedermoser,
Generaldirektor DI Kurt Völkl und Hauptverband-Vorsitzenden Dr.
Hans-Jörg Schelling.

Nach einem hervorragenden Impulsreferat von Primarius Dr. Gert
Klima - einer der Väter des österreichischen Disease Management
Programmes - der über die bisherigen Erfolge und Herausforderungen
referierte, war den Diskutanten klar: In der Zielerreichung darf es
kein Nebeneinander sondern nur ein Miteinander von Land,
Sozialversicherung, Ärzten und Apothekern geben.

"Disease Management" steht für eine integrierte Versorgung, die
die Behandlung von Patienten sowohl in medizinischer wie auch
ökonomischer Hinsicht optimiert. Durch die qualitätsgesicherte und
strukturierte Betreuung von Diabetikern wird es möglich, die
Patienten besser auf ihre Erkrankung einzustellen um schwere
Folgeerkrankungen möglichst zu verhindern und in Folge viel Leid und
Kosten zu sparen.

"Durch eine Vernetzung aller Beteiligten (Patienten, Ärzte,
Apotheker und Sozialversicherungsträger), können wir gemeinsam dieses
Ziel erreichen. Wir Apotheker können helfen, Diabetiker früher zu
erkennen, sie über die Möglichkeiten von DM-Programmen zu
informieren, sie zu einer besseren Compliance und zu mehr
Eigenverantwortung zu motivieren. Natürlich nach strukturierten
Vorgaben, für die wir Apotheker ausgebildet werden müssen, denn eine
einheitliche Sprache ist für die Patienten unerlässlich", betonte
Mag. pharm. Thomas Veitschegger, Präsident der Apothekerkammer
Oberösterreich.

Auch Landeshauptmann und Gesundheitsreferent Dr. Josef Pühringer
plädierte für ein gemeinsames Vorgehen: "Wir wissen alle, dass
Prävention genauso wichtig wie die Heilung ist. Das
oberösterreichische Programm mit rund 6.000 Patienten wird daher
weitergeführt. Wir werden weiterhin einen Schwerpunkt auf Diabetes
legen. Derzeit wird das Programm evaluiert, danach ist zu erarbeiten,
wie wir das Programm gemeinsam - mit Land, Sozialversicherung, Ärzten
und Apothekern - verbessern können", so LH Dr. Pühringer.

Dr. Hans-Jörg Schelling, Vorsitzender des Hauptverbandes für die
österreichischen Sozialversicherungsträger, schloss sich dieser
Meinung an. "Apotheker sind wie Ärzte absolute Vertrauenspersonen in
Gesundheitsfragen - umso wichtiger ist eine Vernetzung der
Berufsstände. Gemeinsam müssen wir die Versorgung von Kranken sichern
und die Patienten bestmöglich betreuen. Integrierte Versorgung
verlangt aber auch nach einer integrierten Finanzierung: Der, der
eine Leistung erbringt, soll auch Geld dafür erhalten", stellt Dr.
Schelling fest.

Zu einer Optimierung des Disease Management Programmes in
Oberösterreich signalisierte OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth
anlässlich der gestrigen Veranstaltung seine Zustimmung. "Nach
Prävention steht die Betreuung chronisch Kranker an erster Stelle.
Durch Disease Management gelingt es, wichtige Parameter für Diabetes
in den Griff zu bekommen. Deshalb unterstützen wir dieses Angebot der
Apotheker, damit eine breitere Versorgungsbasis geschaffen wird. Die
OÖGKK ist mit ganzem Herzen bei diesem Programm dabei", stellte
Hinterwirth fest.

Das Disease Management Programm ist auch OÖ-Ärztekammer-Präsident
Dr. Peter Niedermoser ein Anliegen: "Bereits rund 50 Prozent der
oberösterreichischen Allgemeinmediziner nehmen daran teil. Wir
möchten noch mehr unserer Kollegen motivieren, an dieser Aktion
mitzuarbeiten. Wichtig ist vor allem, jene Patienten herauszufiltern,
die ein erhöhtes Risiko haben. Hier können wir uns ein Miteinander
mit der Apothekerschaft vorstellen."

Wie DMP funktionieren kann, schilderte DI Kurt Völkl,
Generaldirektor der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau
(VAEB): "Integration ist zum geflügelten Wort in der
Gesundheitspolitik geworden. Wir können versuchen, innerhalb des
Systems zu optimieren oder ein ganzheitliches Umdenken, einen
Musterwechsel einzuläuten. Information, Beratung, Dokumentation und
statistische Auswertungen sind die ersten wichtigen Schritte im
Disease Management. Die VAEB hat bereits einen Systemwechsel
herbeigeführt, indem wir Telemonitoring bzw. Telemedizin in die
integrierte Versorgung aufgenommen haben. Die Teilnahme der Apotheker
am DM-Programm begrüße ich sehr."

Nicht nur die Podiumsdiskussion lockte gestern wieder hunderte
Gäste zum Sommerfest ins Lentos an die Donau, auch die Verleihung des
Valentin-Ladenbauer-Preises war ein Höhepunkt des Abends. Mit der je
zu 2.000 Euro dotierten Auszeichnung für herausragende
journalistische Leistungen im Gesundheitsbereich wurden die
Redaktionen der OÖ-Nachrichten, der OÖ-Krone sowie die Redaktion des
ORF Landesstudios OÖ geehrt. Der Institutionen-Preis in Höhe von
1.000 Euro ging an das Redaktionsteam des Gespag-Patientenmagazins
"visite". Bei regionalen Schmankerln und musikalischer Unterhaltung
durch die "Urfahraner-Aufgeiger" fand das Sommerfest der
oberösterreichischen Apotheker schließlich seinen gelungenen
Ausklang.

"Nun müssen wir den Worten Taten folgen lassen und das Disease
Management Programm Diabetes auf eine neue, gemeinsame Basis stellen,
um das Bestmögliche für die Patienten zu erreichen", blickte Mag.
Thomas Veitschegger positiv in die Zukunft.

Die in diesem Pressetext verwendeten Personen- und
Berufsbezeichnungen treten der besseren Lesbarkeit halber nur in
einer Form auf, sind aber natürlich gleichwertig auf beide
Geschlechter bezogen.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Karin Huber 
   Österreichische Apothekerkammer 
   Landesgeschäftsstelle Oberösterreich 
   Mozartstraße 26, 4020 Linz 
   Tel.: (0732) 77 03 50                 
   Fax: (0732) 77 03 30 - 16 
   E-Mail: [email protected]         
   Internet: www.apotheker.at/ooe

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