• 29.06.2010, 12:14:53
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Rauchverbot: Europa rudert zurück

Ainedter: Österreichische Lösung erlaubt Vielfalt statt Gleichmacherei und liegt damit im Trend

Wien (OTS) - "Wie die jüngst vom Fachverband für Gastronomie
präsentierten Zahlen zeigen, garantiert die österreichische Lösung
jedem Gast, dass er eine Vielzahl an Lokalen vorfindet, die seinen
Vorstellungen entsprechen", erklärt Manfred Ainedter, Sprecher der
Plattform "Rauchfrei(heit)!". Er bezieht sich dabei auf die Aussagen
von Thomas Wolf, dem Geschäftsführer der Gastronomiesparte, nach
denen es ab 1. Juli 18 Prozent reine Nichtraucherlokale, 12 Prozent
reine Raucherlokale und rund 70 Prozent an Lokalen gibt, die das
Rauchen in einem Extraraum erlauben. "Mit dieser gesunden Mischung an
Möglichkeiten und der dahinter stehenden Kompromisslösung liegt
Österreich im Trend", erklärt Ainedter.

"Nachdem in den letzten Monaten eine Welle von
Rauchverbotsdiskussionen Europa überrollt hat, rudern nun viele
Länder zurück", analysiert Ainedter den europäischen Trend.
Kroatioen, Tschechien und Griechenland haben ihre Rauchverbote
gelockert. "Nach einem Beschluss des Landtages darf im deutschen
Bundesland Thüringen in sogenannten Eckkneipen wieder geraucht werden
und in der Schweiz hat der Bundesgerichtshof die Forderung nach der
Aufhebung sämtlicher Ausnahmeregelungen abgewiesen", erklärt
Ainedter. In der Türkei hat sich der Verwaltungsgerichtshof
eingeschaltet und schlägt vor, dass künftig auch in Teehäusern und
Restaurants getrennte Räume für Raucher und Nichtraucher zugelassen
werden sollen.

EU lässt Kursabkehr durchblicken

Aber auch die EU selbst lässt durchblicken, dass der ehemals harte
Kurs im Nichtraucherschutz verlassen wird. "Der
EU-Gesundheitskommissar John Dalli ließ in Politikerkreisen kürzlich
damit aufhorchen, dass ein generelles EU-weites Rauchverbot in
Lokalen nicht angestrebt würde", so Ainedter. "Anders als mancher
Akteur aus politischem Kalkül glauben machen will, gibt es derzeit
auch nur in Irland und England ein generelles Rauchverbot ohne
Ausnahmen", weiß der Rechtsanwalt. "Alle anderen Länder setzen mit
Modellen wie in Österreich, auf maximalen Nichtraucherschutz bei
gleichzeitiger Wahrung der Rechte des mündigen Bürgers", so Ainedter.

Die Österreicher wollen kein totales Rauchverbot
Vom generellen Rauchverbot halten die Österreicher und der
Rechtsanwalt entsprechend wenig: "Wie Ländervergleiche zeigen rauchen
die Menschen nicht weniger, sondern nur anderen Orten. Damit leistet
ein totales Verbot dem Rauchen in Privaträumen Vorschub, worunter
Kinder und Jugendliche leiden. Darüber hinaus wollen die Österreicher
ein solches Gesetz auch gar nicht, was eine Ifes-Umfrage im April und
jüngst eine OGM-Umfrage gezeigt hat."

Rückfragehinweis:
Ecker & Partner Öffentlichkeitsarbeit und Public Affairs GmbH
Telefon +43 (0)1 59932-41; www.rauchfreiheit.at; www.eup.at

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