• 24.06.2010, 11:35:25
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Wlodkowski: "Österreichs Landwirtschaft braucht eine starke GAP"

15 Jahre EU-Mitgliedschaft waren für heimische Bauern positiv

Wien (OTS) - "Österreichs Landwirtschaft konnte in den vergangenen
15 Jahren seit dem EU-Beitritt beachtliche Erfolge für den gesamten
Berufsstand erreichen. Aus diesem Grund muss die Gemeinsame
Agrarpolitik (GAP), die ein Schlüsselbereich der EU-Politik ist, auch
für die kommende Periode von 2014 bis 2020 erhalten bleiben", zieht
Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, anlässlich des
Jahrestages der Unterzeichnung des EU-Beitrittsvertrages eine
insgesamt positive Bilanz für die heimische Landwirtschaft.

Die EU-Agrarpolitik müsse weiterhin die Basis für eine bäuerliche
Bewirtschaftung in Europa bleiben, so Wlodkowski. Bereits in der
Vergangenheit wurden die GAP-Regeln mehrmals an geänderte
Herausforderungen angepasst und damit deren Akzeptanz in der
Gesellschaft abgesichert. Diese Flexibilität machte auch die
Multifunktionalität der europäischen Landwirtschaft möglich. Für die
Zeit nach 2013 müssen daher die bewährten Instrumente der Gemeinsamen
Agrarpolitik weiterentwickelt und an neue Herausforderungen angepasst
werden, wie etwa den Klimawandel oder die steigende Volatilität der
Märkte.

"Um die Bauerneinkommen und die von der Gesellschaft gewünschten
hohen Standards im Umweltschutz, Tierschutz und Verbraucherschutz
abzusichern beziehungsweise auszubauen, brauchen wir auch für die
neue Programmperiode ab 2014 die beiden Säulen der Gemeinsamen
Agrarpolitik. Zudem gilt es, das besonders in Österreich überaus
erfolgreiche Programm für die Ländliche Entwicklung, die zweite Säule
der GAP, fortzusetzen, um vor allem eine Bewirtschaftung der Berg-
und benachteiligten Gebiete in unserem Land in vollem Umfang zu
erhalten", erklärte Wlodkowski.

"Das Agieren und Behaupten auf den Märkten ist heute für die
Bauern eine ungleich größere und schwierigere Aufgabe, als es vor
1995 beziehungsweise zum Zeitpunkt des EU-Beitritts der Fall war.
Besonders stark hat sich der Einfluss der Weltmärkte in den letzten
Jahren gezeigt. Es haben die Spekulationen mit Agrarrohstoffen enorm
zugenommen und gleichzeitig hat die Zurücknahme landwirtschaftlicher
Marktordnungsinstrumente extreme Preissprünge nach oben und unten
ausgelöst. Allerdings waren dabei die Tiefpreiszeiten weit
ausgeprägter als die Hoch-Zeiten. Dies führt einmal mehr deutlich vor
Augen, dass heute eine flächendeckende, bäuerliche Landwirtschaft
ohne öffentliche Mittel nicht möglich ist. EU-Direktzahlungen,
Leistungsabgeltungen und Ausgleichszahlungen sind mittlerweile ein
zentrales Standbein agrarischer Einkommen", so der LK
Österreich-Präsident.

"Die Aufrechterhaltung der bisherigen Zahlungen im Rahmen der
Betriebsprämien, Tierprämien, des agrarischen Umweltprogramms, der
Bergbauernförderung und weiteren Maßnahmen wie etwa Investitions- und
Projektförderungen ist unverzichtbar. Dies deshalb, weil nur mit
diesen Mitteln sowohl die Bereitstellung hochqualitativer und
preiswerter Lebensmittel als auch die Erhaltung einer intakten Umwelt
und einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft möglich ist", verwies
Wlodkowski auf die Bedeutung einer starken Gemeinsamen Agrarpolitik
für Österreichs Bauern, Konsumenten und die Gesellschaft allgemein.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
LK-Pressestelle: Ludmilla Herzog,
01/53441-8522, E-Mail [email protected]

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