• 23.06.2010, 15:48:22
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  • OTS0262 OTW0262

Institute für bildgebende Diagnostik: Hauptverband droht mit vertragslosem Zustand ab 1. Juli 2010

Wien (OTS/PWK521) - Der Hauptverband der
Sozialversicherungsträger droht 120 Instituten, die
Computer-tomographie- (CT) und Magnetresonanz-Untersuchungen (MR)
anbieten, mit einem vertragslosen Zustand ab 1. Juli 2010. Dies,
obwohl zwischen dem Fachverband für Gesundheitsbetriebe in der
Wirtschaftskammer, der diese Institute vertritt, und dem Hauptverband
der Sozialversicherungsträger erst im Februar dieses Jahres ein
Einvernehmen hergestellt wurde. Die damals getroffene Vereinbarung
ist auch bereits zu 90 Prozent umgesetzt.

Dennoch kann es jetzt passieren, dass ab Juli die Patienten ihre
Magnetresonanz- und Computertomographieuntersuchungen unmittelbar in
den Instituten selbst bezahlen müssen und nur 80 Prozent des letzten
Tarifes von den Kassen zurückerstattet bekommen.
Für den Obmann des Fachverbandes, Julian Hadschieff, ist die
Vorgangsweise des Hauptverbandes völlig unverständlich.

Im Herbst des vergangenen Jahres hatte der Hauptverband
österreichweit die CT und MR Verträge gekündigt und vom Fachverband
einen freiwilligen Konsolidierungsbeitrag zur Kassensanierung
gefordert. Im Februar wurde zwischen Fachverband und Hauptverband
eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen. Diese
Grundsatzvereinbarung, zu der der Fachverband nach wie vor
vollinhaltlich steht, muss nun mit den Gebietskrankenkassen und den
Sonderversicherungsträgern umgesetzt werden.

In fast allen Bundesländern besteht dazu auch schon eine Einigung.
Lediglich in Oberösterreich und in Vorarlberg sind die Gespräche noch
nicht abgeschlossen. Dennoch droht der Hauptverband österreichweit
mit einem vertragslosen Zustand, wenn auch nur mit einer Kasse bis
Ende Juni keine unterschriebene Umsetzung vorliegt.

"Es ist unverständlich, dass mit langjährigen verlässlichen
Vertragspartnern so umgegangen wird," kritisiert Obmann Julian
Hadschieff. Dieses Vorgehen des Hauptverbandes stellt aus Sicht des
Fachverbandes eine Machtdemonstration auf dem Rücken der Patienten
dar.

Betroffen davon sind alle sozialversicherten Patientinnen und
Patienten, die rund 700.000 Untersuchungen pro Jahr in den CT und MR
Instituten in Anspruch nehmen. (ES)

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband der Gesundheitsbetriebe, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
Dr. Kurt Kaufmann
Tel.: 05/90900-3471
Email: [email protected]

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