- 23.06.2010, 15:33:37
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Jerusalem: Kanzler Faymann besucht Österreichisches Hospiz
Privatbesuch am Mittwoch im Rahmen der Israelvisite - Hospiz ist Stiftung der katholischen Kirche in Österreich mit dem jeweiligen Wiener Erzbischof als Protektor
Jerusalem, 23.06.10 (KAP) Bundeskanzler Werner Faymann hat am
Mittwochnachmittag in Jerusalem das Österreichische Hospiz in der
Via Dolorosa besucht. Faymann hatte am Mittwochfrüh seine zweitägige
Reise nach Israel und in das palästinensische Westjordanland
angetreten; in Jerusalem und Ramallah stehen Treffen mit zahlreichen
Spitzenpolitikern auf dem Programm. Im Hospiz, wo Faymann einen
Privatbesuch absolvierte, wurde der Bundeskanzler von Rektor Markus
Bugnyar begrüßt und durch das historische Gebäude im Herzen der
Jerusalemer Altstadt geführt.
Das Österreichische Hospiz ist eine Stiftung der katholischen Kirche
in Österreich mit dem jeweiligen Wiener Erzbischof - aktuell
Kardinal Christoph Schönborn - als Protektor. Es wurde 1985 von
Israel wieder seinem österreichischen kirchlichen Eigentümer
zurückgegeben. 1987 wurde das Hospiz vollständig renoviert und als
Pilgerhaus adaptiert. 1988 fand die offizielle Wiedereröffnung statt.
Friedensprozess in Nahost im Mittelpunkt
Beim Faymann-Besuch soll der Friedensprozess in Nahost im
Mittelpunkt stehen. Unter den Gesprächspartnern befinden sich
Israels Präsident Shimon Peres, Regierungschef Benjamin Netanyahu,
Außenminister Avigdor Liberman, Oppositionschefin Tzipi Livni
(Kadima-Partei) sowie von palästinensischer Seite Präsident Mahmoud
Abbas und Ministerpräsident Salam Fayyad. Faymann erklärte im
Vorfeld der Reise, er werde die "klare Position" der EU in Sachen
Gaza-Streifen "in vollem Umfang" vertreten. Die von Israels
Regierung beschlossene Einsetzung einer Untersuchungskommission
wertete er als "positiven Schritt".
Die katholische Friedensbewegung "Pax Christi Österreich" hatte vor
mehr als einer Woche an Faymann appelliert, bei seinem Israel-Besuch
auf die Weiterführung von Verhandlungen für einen gerechten
Nahost-Frieden zu drängen; "es geht um einen Frieden, in dem beide
Völker selbstbestimmt und sicher leben können". "Pax Christi"
würdigte, dass Faymann die "blutige Kaperung der 'Free Gaza'-Flotte
in internationalen Gewässern" mit deutlichen Worten verurteilt habe;
nun solle er diesen Protest auch bei seinem Besuch israelischen
Vertretern zu Gehör bringen.
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