• 21.06.2010, 10:19:40
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Ärztekammer tief betroffen über Tod von Rudas

"Mit ihm verliert die Ärzteschaft einen ausgewiesenen Kenner, einen einfühlsamen Psychiater sowie einen beispielhaften Kollegen"

Wien (OTS) - Die Wiener Ärztekammer zeigt sich tief betroffen vom
Tod von Stephan Rudas. Mit ihm sei eine Persönlichkeit gegangen, die
über Jahrzehnte hindurch die psychiatrische Versorgung in Wien
geprägt und gestaltet habe, betonte in einer ersten Reaktion der
Präsident der Wiener und der Österreichischen Ärztekammer, Walter
Dorner. ****

Als besonderen Verdienst hob Dorner hervor, dass es Rudas gelungen
war, psychiatrischen Erkrankungen in der Öffentlichkeit viel von
ihrem Stigma zu nehmen: "Durch seine breitenwirksamen Statements in
den Medien hat er Patienten ermutigt, ihre Symptome besser zu
verstehen, rascher fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und so aus
ihrer Isolation herauszukommen."

Dorner verwies auf die besonderen Verdienste Rudas hinsichtlich
der flächendeckenden ambulanten Versorgung von Patienten mit
psychiatrischen Erkrankungen in Wien. Rudas war der Erfinder des
Psychosozialen Dienstes (PSD) Ende der 1970er-Jahre und 30 Jahre lang
- bis Ende 2009 - Chefarzt des PSD. "Er hat damit wie kaum ein
anderer die Psychiatrie in Wien geprägt", so Dorner

Mit dem Tod Rudas verliere die Ärzteschaft einen ausgewiesenen
Kenner, einen einfühlsamen Psychiater sowie einen beispielhaften
Kollegen. Die Anteilnahme der Ärzteschaft gelte nun seiner Familie,
insbesondere seiner Gattin und seinen zwei Kindern, so Dorner. (hpp)

Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle
Dr. Hans-Peter Petutschnig
Tel.: (++43-1) 51501/1223, 0664/1014222, F:51501/1289
mailto:[email protected]
http://www.aekwien.at

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