- 18.06.2010, 14:03:02
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Nikolaus machte beim Marktplatz "gute Geschäfte"
Erstmals "Marktplatz der guten Geschäfte" in Salzburg - Austausch von Leistungen zw. Wirtschaft und sozialen Org. - 54 Vereinbarungen im Gegenwert von 49.000 Euro
Salzburg (OTS) - Was führt den Nikolaus mitten im Jahr ins WIFI
der WKS? Der Mann im NikoIaus-Kostüm hat sich nicht im Datum geirrt,
im Gegenteil. Er vertrat die Aktion "SEI SO FREI" der katholischen
Männerbewegung - eine von rd. 30 sozialen Organisationen, die am
Donnerstagnachmittag gemeinsam mit 18 Salzburger Firmen einen
"Marktplatz der guten Geschäfte" belebte.
Erstmals wurde in Salzburg von der WKS gemeinsam mit Partnern ein
derartiger "Marktplatz" veranstaltet, bei dem Unternehmen und soziale
Organisationen in einer Art Börse Dienstleistungen, Produkte,
Know-how etc. anbieten und dann Kooperationen "auf Augenhöhe"
abschließen.
Den Kooperationsmöglichkeiten sind im Rahmen der international
eingespielten Marktplatz-Methode der Bertelsmann Stiftung keine
Grenzen gesetzt, wie man am Beispiel des sommerlichen Nikolaus sieht.
Denn die in der Entwicklungszusammenarbeit tätige Aktion bot den
Firmen genau dies an: Mitarbeiter von "Sei so frei" treten bei
Firmenfeiern im Dezember als Nikolaus auf, dafür gibt es von Seiten
der Firmen Gegenleistungen, nicht in Form von Geld, aber in Form von
Sachleistungen oder sonstigen "guten Gegengeschäften". Eine Chance,
die sich die am Marktplatz teilnehmenden Firmen nicht entgehen
ließen, weshalb der entwicklungspolitisch aktive Nikolaus und seine
Organisation auch gleich einige Kooperationen abschließen konnten.
Sehr positives Echo der Teilnehmer: "Spannende Idee!"
Die Marktplatzteilnehmer, die von der für Salzburg neuen Methode
begeistert waren, mussten nur einige Spielregeln beim "Speed-Dating"
zwischen Non-Profit-Organisationen und Betrieben einhalten, etwa,
dass kein Geld fließen darf. Denn es geht beim Marktplatz nicht um
Spenden-Akquisition. Die "Tauschgeschäfte" müssen fair und
gleichwertig sein, jede Vereinbarung muss dokumentiert werden und
wird vor Ort beim "Marktplatz" von unabhängigen Prüfern bestätigt.
"Diese Idee ist ganz spannend", fand etwa der Software-Unternehmer
Paul Ettl mit Firmensitzen in Salzburg und Oberösterreich. "Ich habe
sehr interessante Gespräche geführt und einige Kooperationen
abgeschlossen." Mag. Peter Trattner vom Kinderschutzzentrum Salzburg:
"Eine exzellente Idee, so Angebot und Nachfrage zusammenzubringen.
Noch viel wichtiger war für mich der wertvolle Erstkontakt mit
Unternehmen, um daraus langfristig etwas zu entwickeln!" Wolfgang
Immerschitt, Chef von Pleon Publico Salzburg: "Es kamen hier
interessante Unternehmen und soziale Organisationen zusammen, die
sonst nie zusammengekommen wären", meinte der Salzburger PR-Profi,
dessen Dienstleistungen besonders gefragt waren. "Mit der
Marktplatz-Methode wird sichtbar und wird wertgeschätzt, was auch
soziale Organisationen als Betriebe leisten können. Die Idee, so
etwas zu veranstalten, ist super!", sagte Gabriele Rechberger von
"Frau & Arbeit". Sie tauschte etwa Kommunikationsleistungen ihrer
Organisation mit Finanz-Know-how von Firmen für ihre Gründerinnen,
die von Frau + Arbeit beraten werden.
Insgesamt war der Marktplatz für alle Teilnehmer ein Erfolg: 54
Vereinbarungen im Gegenwert von 49.000 Euro und zahlreiche Kontakte,
die für eine spätere engere Zusammenarbeit geknüpft wurden, waren das
Ergebnis.
Der "Marktplatz" in Salzburg wurde gemeinsam von WKS, der
österreichischen CSR-Plattform respACT, dem Referat "Frau in der
Wirtschaft" der WKS, der Bertelsmann Stiftung, dem
Fundraising-Verband Austria und der CSR-Consultants Experts Group der
WKÖ veranstaltet. Mitorganisatorin Bettina Lorentschitsch, stellv.
Spartenobfrau der Sparte Handel in der WKS und Sprecherin der
CSR-Consultants: "Wir sind sehr zufrieden mit dem ersten Marktplatz
in Salzburg! Aufgrund des Erfolges überlegen wir uns, derartige
Marktplätze auch in den Salzburger Bezirken zu veranstalten."
Die Marktplatz-Methode, die ursprünglich aus Holland kommt, wurde
von der Bertelsmann-Stiftung, einer der wichtigsten Promotoren für
das Thema "Gesellschaftliche Verantwortung Unternehmen",
weiterentwickelt und verbreitet. Rund 100 "Marktplätze" in
Deutschland und mehr als 3.500 Vereinbarungen zwischen engagierten
Unternehmen und NGOs/NPOs sind das beeindruckende Ergebnis dieser
Methode. Nun reiht sich auch Salzburg in die Liste der gelungenen
Marktplätze ein.
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Salzburg, Presseabteilung
Tel.: 0662/8888 DW 345
mailto:[email protected]
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