• 17.06.2010, 12:53:15
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Studie überführt Feinstaubsünder

Moderne Ölheizung punktet mit sehr guten Emissionswerten

Wien (OTS) - Eine Studie stellt modernen Ölheizungen ein sehr
gutes Zeugnis in puncto Emissionen aus. Dies beweist erneut: Moderne
Öl-Brennwerttechnik leistet einen wertvollen Beitrag zur
Feinstaubreduzierung. Zu den großen Feinstaubverursachern zählen -
neben Industrie und Verkehr - die festen Brennstoffe des
Raumwärmebereichs.

In einer vierjährigen Versuchsreihe wurde am Institut für
Feuerungs- und Kraftwerkstechnik der Universität Stuttgart der
Feinstaubausstoß und die gasförmige Emission von modernen Heizkesseln
mit unterschiedlichen Brennstoffen ermittelt. Getestet wurden die
drei Heizölsorten (Standardheizöl, schwefelarmes Heizöl und
Bioheizöl) sowie Erdgas und Holzpellets. Um den Feinstaubausstoß und
die gasförmige Emission zu ermitteln, wurden moderne Heizkesseln mit
unterschiedlichen Brennstoffen genau unter die Lupe genommen.
Erstmals wurde bei diesem Test ein realitätsnaher Betrieb mit
unterschiedlichen Wärmebedarfsprofilen simuliert. Dafür wurden milde,
mittlere und kalte Wintertage sowie ein Heizbetrieb von je 16 Stunden
ohne Warmwasserbereitung nachgestellt.

Sowohl im stationären Dauerbetrieb wie auch im Betrieb mit
Wärmebedarfshilfen lagen die Feinstaubemissionen der getesteten
Ölheizungen auf sehr niedrigem Niveau. Feste Brennstoffe weisen
teilweise einen bis zu 1.200-mal so hohen Feinstaubausstoß auf. Auch
die Emissionen von Kohlenmonoxid und Stickoxiden liegen bei
Ölheizungen deutlich unter denen von Pelletskesseln. Mag. Martin
Reichard, Geschäftsführer des Instituts für wirtschaftliche
Ölheizung: "Diese Studie belegt, dass moderne Brennwertkessel einen
wertvollen Beitrag zur Feinstaubreduzierung leisten. Außerdem
vermindert die moderne Öl-Brennwerttechnik um bis zu 40% den
Heizöl-Verbrauch und liefert damit einen wesentlichen Beitrag zu
nachhaltigen Ressourcennutzung."

Offen über Feinstaub diskutieren

Neben der Feinstaubbelastung aus Industrie und Verkehr spielen
Emissionen aus dem Raumwärmebereich eine wesentliche Rolle. "In der
aktuell wieder aufflammenden Diskussion über mögliche Maßnahmen gegen
die Feinstaubbelastungen wird der Hausbrand zur Gänze ausgespart. Das
ist nicht nachvollziehbar, da gerade dieser Bereich in manchen
Regionen der Verursacher Nummer eins ist. Hier muss auch die Politik
endlich ehrliche Worte finden und mögliche Alternativen zu den
Feinstaubsündern beim Namen nennen", so Reichard. So wie das speziell
für Öl-Brennwertanlagen entwickelte Heizöl extra leicht (HEL)
schwefelfrei, das praktisch feinstaubfrei und ohne Rußbildung
verbrennt. Rund 865.000 Haushalte heizen in Österreich schon mit
schwefelfreiem Heizöl extra leicht. In sechs Bundesländern ist HEL
damit der meistverwendete Energieträger.

Feinstaub oft über den Grenzwerten

Bereits zu Beginn des Jahres waren die Feinstaub-Grenzwerte
vielerorts in Österreich zu oft überschritten - Tendenz steigend.
Gravierende Überschreitungen der Feinstaubgrenzwerte gab es seit
Anfang des Jahres laut Umweltbundesamt in Wien (47 Tage > 50
microgramm/m3), Leibnitz (44 Tage > 50 microgramm/m3) und Graz (43
Tage > 50 microgramm/m3), wobei 35 Überschreitungen gemäß
EU-Luftqualitätsrichtlinie zulässig sind.

Neben den Feinstaubemissionen von Holz und Holzpellets kommt hier
noch eine andere Problematik zum Tragen. "Holz ist ein zu wertvoller
Rohstoff, der nicht einfach so verbrannt werden sollte. Dennoch wird
das massiv gefördert. Anstatt Holz beispielsweise für die Möbel- oder
Papiererzeugung zu verwenden, wandert es meist direkt in den
Heizkessel. Der Rohstoff wird immer knapper und die Preise steigen.
Hier wird ein Umdenken stattfinden müssen", so Reichard.

Eine Kurzfassung der Studie "Feinstaubemissionen von Öl-, Gas- und
Pelletskesseln" befindet sich unter:
http://www.ots.at/redirect/Studie_Emissionen_moderner_Heizkessel

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