• 17.06.2010, 10:36:15
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Heinisch-Hosek: Frauen brauchen keine Nachhilfe, aber Möglichkeit zur beruflichen Orientierung und Weiterentwicklung

ABZ wichtiger Kooperationspartner im Bereich der Frauenförderung

Wien (OTS/SK) - "Frauen brauchen keine Nachhilfe, aber sie
brauchen Zeit und Möglichkeit, um sich beruflich zu orientieren,
umzuqualifizieren und sich so beruflich weiterzuentwickeln.
Organisationen wie das ABC machen das möglich und für die gute Arbeit
möchte ich mich bedanken", so Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek beim Eröffnungsfest des neuen Standortes der ABZ in
der Simmeringerstraße. Das ABZ sei ein wichtiger Kooperationspartner,
wenn es um Initiativen und Projekte zur Frauenförderung gehe, so die
Frauenministerin. ****

Die Gründe dafür, dass Frauen, wie der jüngste Frauenbericht zeige,
bei gleicher Qualität der Ausbildung am Arbeitsmarkt immer noch
deutlich schlechter gestellt sind als Männer, seien vielfältig, so
Heinisch-Hosek. Berufswahl und fehlende Möglichkeiten zur
Vereinbarkeit von Beruf und Familie seien Faktoren, aber es müsse vor
allem auch ein gesellschaftliches Umdenken passieren. "Eure
Initiative ermutigt Frauen dazu, sich beruflich zu entfalten. Wir in
der Politik müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen, damit
Frauen ihren Weg gehen können. Nur gemeinsam können wir es schaffen,
dass sich gesellschaftspolitisch etwas ändert", ist die
Frauenministerin überzeugt. Frauen bräuchten z.B. bessere Beratung
bei Berufswahl und Weiterbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten auch
im Bereich frauenuntypischer Berufe, Männer müssten in dem Wunsch
bestätigt werden, Väterkarenz in Anspruch zu nehmen. "Gerade auch in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen Frauen gefördert werden. Das
Potential, das gut ausgebildete Frauen für den Arbeitsmarkt
darstellen, muss genutzt werden", betonte die Frauenministerin.
"Frauenförderung bedeutet einen unmittelbaren volkswirtschaftlichen
Nutzen."

Hundstorfer: Brauchen motivierte und gut ausgebildete Menschen
am Arbeitsmarkt

Sozialminister Rudolf Hundstorfer sprach sich beim Eröffnungsfest
dafür aus, dass auch in Zeiten der Krise die "soziale Balance und
Symmetrie" gewahrt werden müsse. Bei wesentlichen Sozialleistungen,
auf die besonders Frauen häufig angewiesen sind, und bei wichtigen
Projekten zur Frauenförderung dürfe nicht der Rotstift angesetzt
werden. "Wir müssen zwar sparen. Aber ich bin kein Freund der
Rasenmähermethode. Tolle Projekte dürfen nicht zu Tode gespart
werden", so Hundstorfer. "Wir brauchen motivierte und gut
ausgebildete Menschen am Arbeitsmarkt. Bildung schützt zudem am
wirkungsvollsten vor Armut", betonte der Sozialminister. Die Anzahl
berufstätiger Frauen sei zwar in den letzten Jahren auf 1,4 Millionen
gestiegen - 41 Prozent von ihnen befänden sich aber in schlechter
bezahlten Teilzeitjobs. Der Zugang für Frauen zum Arbeitsmarkt und
vor allem zu besser qualifizierter Arbeit müsse daher erleichtert
werden, so Hundstorfer abschließend. (Schluss) sc

Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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