• 15.06.2010, 11:04:00
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Aviso: Kiss-In Flashmob als Zeichen gegen Homophobie am 16. Juni

Grüne Andersrum unterstützen Flashmob im Museumsquartier

Wien (OTS) - "Küssen gegen Homophobie" lautet das Motto des
Flashmobs, der am 16. Juni um 18.00 Uhr im Wiener Museumsquartier
stattfindet. Grund für diesen romantischen Protest ist der Angriff
auf ein homosexuelles Paar vor wenigen Wochen. "So ein Vorfall darf
nicht unbeachtet bleiben", erklärt Lilly Black, Organisatorin,
"deshalb auch die Facebook-Initiative zu einem Kiss-In, die binnen
kürzester Zeit von vielen Menschen unterstützt wurde".

Einer der beiden händchenhaltenden Männer wurde in dem sonst für
seine liberalen Besucher bekannten Museumsquartier von vier
Jugendlichen auf Grund seiner Homosexualität zuerst verbal
angegriffen und anschließend verprügelt. Der junge Mann wollte sich
der Respektlosigkeit der Teenager nicht beugen und bewies
Zivilcourage, indem er sich der Konfrontation stellte.

"Dass er für den Versuch, mit den Jugendlichen verknünftig zu reden,
Schläge einstecken musste, ist schrecklich" meint Julian Wiehl,
Herausgeber des Web-Magazins Vangardist. "Umso mehr begrüße ich die
rasche Antwort auf diesen Angriff in Form des geplanten Kiss-In". Nur
wenige Stunden nachdem sich die Nachricht von der homophoben Attacke
verbreitet hatte, wurde in Facebook ein Flashmob als Antwort darauf
gegründet - das Ereignis zählt mittlerweile über 300 bestätigte
Teilnehmer sowie fast 600 weitere, "voraussichtlich teilnehmende"
Personen, Tendenz steigend.

Marco Schreuder, Landtagsabgeordneter der Grünen und Sprecher der
Grünen Andersrum verurteilt den Angriff: "Es ist vollkommen
inakzeptabel, dass sich im 21. Jahrhundert in einer Stadt wie Wien
Lesben und Schwule immer noch fürchten müssen. Für mich ist das eine
klare Aufforderung an alle zuständigen Stellen der Stadt Wien,
geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Homophobie zu bekämpfen,
insbesondere in Schulen."

Auch die Homosexuelleninitiative Wien unterstützt das Vorhaben.
Moritz Yvon, Jugendreferent der HOSI Wien, stellt fest: "Es hätte
jede/n treffen können. Solche gewalttätigen Übergriffe dürfen nicht
still hingenommen werden, sonst wiederholen sie sich."

"Egal ob schwul, lesbisch, hetero, bi oder unentschlossen - am
Mittwoch setzen wir gemeinsam ein Zeichen und küssen gegen
Homophobie!", gibt sich Julian Wiehl zuversichtlich.

Rückfragenhinweis:
Julian Wiehl, Vangardist Medien OG
Herausgeber VANGARDIST - Progressives Online-Magazin
Tel: +43 650 23 53 585
[email protected]
www.vangardist.com

Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, [email protected]

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