- 14.06.2010, 15:47:11
- /
- OTS0251 OTW0251
Generationenwechsel in der WKÖ-Verkehrssparte: Alexander Klacska zum neuen Obmann gewählt
Neuer Bundesspartenobmann vehement gegen geplante Mineralölsteuererhöhung - Politik soll sich klar zur Wertschöpfung der Mobilitätsbranche bekennen
Wien (OTS/PWK 485) - In der Konstituierenden Sitzung der
Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ wurde heute, Montag,
Alexander Klacska (39) zum Bundesspartenobmann gewählt. Der
Wirtschaftsakademiker Klacska löst damit Harald Bollmann als Sprecher
der heimischen Verkehrswirtschaft auf Bundesebene ab.
"Verkehrspolitische Entscheidungen sind immer auch standortpolitische
Entscheidung, Verkehr ist kein Selbstzweck, sondern wesentliche
Bedingung einer funktionierenden Volkswirtschaft", betont Alexander
Klacska nach seiner Wahl.
Der neue Bundesspartenobmann sprach sich vehement gegen die
geplante Mineralölsteuer-Erhöhung aus, die eine volkswirtschaftliche
und finanzpolitische Fehlkalkulation sei. Der Tanktourismus bringt
alleine an Steuereinnahmen 1,076 Milliarden Euro - davon entfallen
700 Millionen Euro auf die Mineralölsteuer, 360 Millionen auf die
Mehrwertsteuer und 16 Millionen auf die Körperschaftssteuer. "Bei der
geplanten Mineralölsteuer-Erhöhung um 10 Cent würde der Preisvorteil
gegenüber Deutschland auf 1 Cent schrumpfen, alle anderen
Nachbarländer hätten dann billigere Dieselpreise. Der Tanktourismus
käme somit völlig zum Erliegen", warnt Klacska. Eine
Mineralölsteuer-Erhöhung würde überdies die ohnehin stark belastete
Mobilitätsbranche weiter unter Druck setzen und den gesamten
wirtschaftlichen Aufschwung durch eine Schwächung der Kaufkraft von
Frau und Herr Österreicher in Gefahr bringen.
Da die von der vorigen Regierung versprochene Senkung der
KFZ-Steuer auf EU-Niveau nach wie vor ausständig sei, stehe eine
Beschleunigung des Ausflaggungsprozesses zu befürchten, warnt
Klacska. Schon jetzt entstehen der öffentlichen Hand aufgrund der
ausgeflaggten Lkw Kosten in Höhe von 371,4 Millionen Euro. Ohne
gegensteuernde Maßnahmen werden die Kosten laut einer von Prof.
Kummer erstellten Studie bis 2011 auf 642,5 Millionen Euro steigen.
Die Kfz-Steuereinnahmen werden von 72 Mio. bis 2011 auf 67 Mio. Euro
sinken.
Die Lkw-Neuzulassungen haben im Zeitraum Jänner bis März 2010
gegenüber dem Zeitraum 2008 um 33 Prozent abgenommen. Die Insolvenzen
im Straßengüterverkehr schnellten hingegen im genannten
Vergleichszeitraum um 57 Prozent hinauf. "Diese Zahlen sind nicht nur
auf die Wirtschaftskrise zurückzuführen", betont Klacska. "Es sind
die Folgen des immer stärker werdenden Drucks auf die
Mobilitätsbranche. Die Politik ist hier gefordert."
Um die Zukunft durch Fachkompetenz mitzugestalten, werde sich die
Verkehrswirtschaft der WKO künftig noch akzentuierter als
Kompetenzzentrum positionieren. Jedoch sei auch die Politik
gefordert, sich klar zur Wertschöpfung der österreichischen
Mobilitätsbranche zu bekennen und Rahmenbedingungen mit Augenmaß zu
gestalten, fordert Klacska. Sonst drohten Abwanderung und ein
vielfacher Know-how Verlust. Ein weiterer künftiger Schwerpunkt der
Interessenvertretung der Verkehrswirtschaft sei es, verstärkt auf
nationaler und supranationaler Ebene präsent zu sein.
Die Bundessparte Transport und Verkehr der WKÖ ist die gesetzliche
Interessensvertretung von 17.537 Verkehrsunternehmen sämtlicher
Verkehrsträger (Personen- und Güterbeförderer auf Straße, Schiene,
Schifffahrt und in der Luftfahrt) sowie der Seilbahnen, Garagen,
Tankstellen und Fahrschulen. Diese beschäftigen insgesamt rund
200.000 Mitarbeiter. Ihre direkte Bruttowertschöpfung beträgt 11,5
Milliarden EURO. (SR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Bundessparte Transport und Verkehr
Dr. Erik Wolf
Tel.: Tel.: (++43) 0590 900-3251
mailto:[email protected]
http://wko.at/verkehr
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK






