- 14.06.2010, 11:20:58
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Marek: Österreich ist und bleibt ein verlässliches Familienland
Staatssekretärin präsentiert den 5. Österreichischen Familienbericht - Vereinbarkeit von Familie und Beruf als zentrales Handlungsfeld
Wien (OTS/BMWFJ) - Familienstaatssekretärin Christine Marek hat
heute, Montag, den 5. Österreichischen Familienbericht für die Jahre
1999 bis 2009 präsentiert. "Österreich ist und bleibt von seinen
Werthaltungen und seinen Familienleistungen her ein verlässliches
Familienland und hat in vielen familienpolitischen Handlungsfeldern
Standards erreicht, welche als Maßstab für andere europäische Länder
dienen können", so Marek bei einer Pressekonferenz in der Orangerie
des Schlosses Schönbrunn zum Auftakt einer Familienenquete unter dem
Motto "Die Familie an der Wende zum 21. Jahrhundert". In den
vergangenen zehn Jahren seien neue innovative Leistungen in nahezu
allen familienpolitisch relevanten Bereichen hervorgebracht und
Meilensteine gesetzt worden. Als Ergebnis liege Österreich im
europäischen Vergleich mit hohen monetären Familienleistungen und
umfangreichen Leistungen im Sachbereich im Spitzenfeld. Wichtig sei
es jetzt, Österreicherinnen und Österreicher auch weiterhin
bestmöglich dabei zu unterstützen, Familie in all ihren
unterschiedlichen Formen leben zu können.
Zentrales Thema der österreichischen Familienpolitik ist für Marek
die immer weiter verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Hier habe es eine Reihe von Maßnahmen gegeben, beginnend beim 2002
eingeführten Kinderbetreuungsgeld, das seit 2008 in drei
Pauschalvarianten angeboten und mit 1. Jänner 2010 um eine vierte
pauschale sowie eine einkommensabhängige Variante erweitert wurde.
Weitere Maßnahmen seien beispielsweise die steuerliche Absetzbarkeit
von Kinderbetreuungskosten und die Investitionen in den Ausbau des
institutionellen Kinderbetreuungsangebots. "Die kürzlich
veröffentlichte Kindertagesheimstatistik 2009/2010 zeigt, dass wir
noch nicht am Ziel, aber auf dem richtigen Weg dorthin sind. In allen
Altersgruppen gibt es eine deutliche Steigerung der betreuten Kinder.
Auch die Einführung des halbtägig kostenlosen und verpflichtenden
Kindergartenjahres für fünfjährige Kinder verbessert die
Vereinbarkeit und entlastet Familien finanziell. Außerdem wird
dadurch der bildungspolitischen Dimension des Kindergartens Rechnung
getragen. Alle Kinder sollen die gleichen Startchancen für ihre
schulische Laufbahn bekommen", so die Familienstaatssekretärin.
Erfolge bei der Zurückdrängung von Gewalt in der Familie
"Die Zurückdrängung von Gewalt in der Familie ist mir ein
besonderes Anliegen", setzte die Staatssekretärin fort. Der
Familienbericht zeige, dass international vielbeachtete
Gewaltschutzgesetze wesentliche Voraussetzungen geschaffen hätten, um
Gewalt im sozialen Nachraum wirksam zu bekämpfen, aber: "Gesetze
alleine genügen nicht, das Phänomen Gewalt gänzlich zu beseitigen.
Sie haben aber sehr wohl Signalwirkung und führen zu einem
Bewusstseinswandel und einer Verhaltensänderung in der Bevölkerung.
Zahlen belegen einen deutlichen Rückgang von Gewalt beim Einsatz
erzieherischer Maßnahmen."
Eine besondere Herausforderung für Österreich sieht Marek auch im
demografischen Wandel. Zwar steige - nicht zuletzt auf Grund von
Migration - die Zahl der Familien sogar, dennoch bestehe eine
zentrale Zukunftsaufgabe darin, noch mehr Menschen die Verwirklichung
ihres Kinderwunsches zu ermöglichen. Denn in erster Linie seien
persönliche und weniger ökonomische Aspekte ausschlaggebend bei der
Entscheidung für oder gegen ein Kind.
"Der 5. Familienbericht zeigt auf, mit welchen Herausforderungen
Familienpolitik konfrontiert ist. Dazu zählen die Unterstützung in
schwierigen Familiensituationen, die weitere Verbesserung der
Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das
Heben der Geburtenrate, der massive und entschlossene Kampf gegen
Gewalt in der Familie sowie bestmögliche Forschung zur Unterstützung
unserer Familienpolitik. Dass noch mehr Menschen in Österreich ein
Leben mit Kindern und Familie gut und sicher leben können, ist
ebenfalls eine Herausforderung, der wir uns als Gesellschaft
gemeinsam stellen müssen. Denn Österreichs Familien haben die
Zukunft, die wir ihnen gemeinsam geben", so Marek abschließend.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft,Familie und Jugend Staatssekretariat: DI (FH) Lukas Pohl Tel.: +43 (01) 711 00-5838 Presseabteilung: Dr. Harald Hoyer +43 (01) 711 00-2058 [email protected] www.bmwfj.gv.at
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