• 13.06.2010, 11:23:34
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Nationalpark-Bartgeier Figol und Tschadin sind in Freiheit - BILD

Die jungen Bartgeier Figol und Tschadin in Begleitung ihrer Betreuer und Paten.

Matrei in Osttirol (TP/OTS) - Die Bartgeier-Familie in den Hohen
Tauern wird größer. Von vielen Schaulustigen begleitet sind zwei
junge Bartgeier am Samstag, den 12. Juni auf der Adlerlounge im
Grossglockner- Resort und anschließend im Kalser Dorfertal in die
Freiheit entlassen worden.
Sie kommen von weit her, die beiden Junggeier, die von nun an die
Bartgeierpopulation in den Bergen der Alpen verstärken. Sie
schlüpften Mitte März in der spanischen Stadt Valcallent bzw. im
Tierpark in Berlin.

Bei strahlendem Sonnenschein zeigten sich die Jungvögel auf der
Adlerlounge in luftigen 2.300 Metern Seehöhe wohlauf. Nach einem
ersten Alpenluft schnuppern und der spannenden Namensgebung, welche
bis zum Schluss geheim gehalten wurde, wurden die Geier individuell
markiert. Dies ist für das spätere alpenweite Monitoring
unerlässlich. Die Wunschnamen der Geier wurden aus vielen Vorschlägen
ausgewählt, welche die heimische Bevölkerung über die Homepage des
ORF eingeschickt hat.

Nach ihrem persönlichen PR-Auftritt zogen es Figol und Tschadin
jedoch vor, zu ihrem ruhigen Horst hoch über dem Dorfertal in Kals zu
wechseln. Dort kann ihre Entwicklung ab sofort durch Spektive
beobachtet werden. Bis zum Flügge werden betreut Michael Knollseisen,
der 'Bartgeierbeauftragten vor Ort', die Jungvögel. Er legt zwei- bis
dreimal die Woche Nahrung in den Horst aus und schaut auf das
Wohlergehen der Tiere. Die Nationalparkverwaltung hat einen
Informationsstand eingerichtet und Fachleute geben tagtäglich
Auskunft für alle, die an diesen prächtigen und großen Geiern
interessiert sind. Bis Mitte Juli werden die beiden Bartgeier noch im
Horst hocken, danach ist Zeit für die ersten Flugversuche. Wenn sie
ihre Unabhängigkeit erreicht haben, werden die Bartgeier ihr
Vagabundenleben beginnen und zu weiten Flügen über den gesamten
Alpenbogen starten.

Das Bartgeier-Wiedereinbürgerungsprojekt hat eine alpenweite
Dimension. Freilassungshorste gibt es in den Hohen Tauern, in
Italien, der Schweiz und in den französischen Hochalpen. Ein
Beobachternetz aus Jägern, Bergführern, Hüttenwirten und
Nationalparkrangern mit über 4000 freiwilligen Mitarbeitern schaut
was aus den Geiern wird und meldet Beobachtungen.
Dieses Projekt der Wiederansiedelung vor Ort wird getragen vom
Nationalpark Hohe Tauern, dem WWF Österreich, der
Veterinärmedizinischen Universität Wien, der Zoologischen
Gesellschaft Frankfurt und der europäischen Zoos sowie des Vereines
Eulen- und Greifvögelschutz Österreich.

Im alpenweiten, erfolgreichen Artenschutzprojekt arbeiten unter
Federführung von ASTERS (F) die Nationalparke Vanoise, Mercantour
(F), Stilfser Joch (I) und Gran Paradiso (I), der Naturpark Alpi
Marittimi (I), LPO Birdlife (F) und Hohe Tauern in einem von der EU
geförderten LIFE-Projekt zusammen. Ebenso mit einbezogen sind das
Netzwerk Alpiner Schutzgebiete sowie die internationale
Bartgeier-Foundation. Ziel ist der Aufbau einer überlebensfähigen
Bartgeierpopulation in Österreich und im gesamten Alpenraum.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

und Bartgeiermeldungen: 
   Dr. Gunther Greßmann
   Nationalpark Hohe Tauern Tirol
   Kirchplatz 2
   A-9971 Matrei i. O.
   Tel.: +43 (0)664 8203055
   mailto:[email protected]
   http://www.bartgeier.ch

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TPK

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