• 13.06.2010, 11:00:16
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WKÖ: 25 Jahre Schengen macht "Europa ohne Grenzen" für Bürger erlebbar

Der vergrößerte Schengen-Raum ist gerade für Österreich mit handfesten ökonomischen Vorteilen verbunden

Wien (OTS/PWK478) - "Schengen und die Erweiterung des
Schengen-Raumes sind ein Schritt zur Erfüllung des Traums von einem
vereinten Europa. Die Bürgerinnen und Bürger erleben direkt, was
Europa für ihr alltägliches Leben bedeutet, wie sonst wohl nur durch
den Euro", kommentiert Christian Mandl, Leiter der Abteilung
EU-Koordination in der Wirtschaftskammer Österreich, das 25-jährige
Jubiläum des Inkrafttretens des Schengener Abkommens zum Wegfall der
Grenzkontrollen zwischen bestimmten EU-Ländern. Vor 25 Jahren, am 14.
Juni 1985, erfolgte der erste Schritt zu einem "Europa ohne Grenzen":
Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Deutschland und Frankreich
vereinbarten in der kleinen Luxemburger Grenzstadt Schengen, an ihren
gemeinsamen Grenzen alle Personenkontrollen abzuschaffen, die
Kontrollen an ihren gemeinsamen Außengrenzen zu harmonisieren und
eine gemeinsame Visapolitik einzuführen.

Die 2007/2008 dem Abkommen beigetretenen osteuropäischen
Schengen-Länder haben - von Brüssel finanziell unterstützt - viele
Millionen Euro investiert, um die EU-Außengrenzen aufzurüsten und
sicherer zu machen: "Herein kommt nur, wer über ein Visum verfügt und
das ist auch richtig so", betont Mandl.

Der vergrößerte Schengen-Raum ist gerade für Österreich mit
handfesten ökonomischen Vorteilen verbunden: "Da Zollkontrollen und
Personenkontrollen entfallen, profitieren alle österreichischen
Unternehmen, die - ob als Importeure oder Exporteure - mit den
Schengen-Staaten Handel treiben und Güter transportieren lassen," so
der EU-Experte. Zudem ist der Tourismus ein dezidierter Nutznießer,
da Menschen aus Herkunftsländern mit Visumspflicht nun mit einem
einzigen Visum durch Europa reisen können. "Insbesondere Gäste aus
den wachsenden Herkunftsmärkten China, Indien und aus dem arabischen
Raum mussten bisher für eine Europareise, etwa mit den Destinationen
Budapest-Prag-Wien, drei verschiedene Visa beantragen. Das hat
Europa-Reisen bürokratisch, zeitaufwändig und teuer gemacht", so
Mandl. Auch für Touristen aus den Beitrittsländern von 2004 hat der
Wegfall der Passkontrollen kurzfristige Trips - etwa für
Tagesausflüge zum Einkaufen oder zum Schifahren - nach Österreich
attraktiver gemacht. (FA)

Ausführliche Informationen finden Sie im auch neuen "EU Top
Thema", abrufbar unter
http://portal.wko.at/wk/format_liste.wk?dstid=558&parid=7560&ttid=11&
opennavid=48929

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   MMag. Christian Mandl
   Stabsabteilung EU-Koordination, WKÖ
   E-Mail: [email protected]
   EU-Büro der Wirtschaftskammer Österreich
   Mag. Franziska Annerl, Tel.: +32/474/472594

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