• 09.06.2010, 15:40:25
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Olympia-Skandal Salzburg: Dr. Schaden wusste Bescheid und will die Schuld abwälzen (lassen)

Kommentar von Erwin Roth (Journalist VDS) zum Olympia-Skandal Salzburg 2014

Salzburg (OTS) - Bei seiner gestrigen Aussage musste SPÖ-Genosse
Othmar Raus, ganz auf Parteilinie die Angriffslinie vertreten.

"Die Überweisung der 300.000 Euro von der Salzburg Winterspiele
2014 GmbH an den Olympia-Förderverein ist eine Pflichtwidrigkeit der
Geschäftsführung."

Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Da der Fall Dr. Heinz
Schaden (SPÖ) in der Zwischenzeit sehr umfangreich geworden ist,
nachstehend die wesentlichen Fakten, welche durch Dokumente und/ oder
Zeugenaussagen belegt sind:

1. Dr. Heinz Schaden (SPÖ) wollte die Kontrolle durch Kontrollamt 
    Salzburg  und Landesrechnungshof umgehen. 
 2. Dr. Heinz Schaden (SPÖ) hat mit Dr. Leo Wallner die Gründung
    des Olympia-Fördervereins "erwünscht". Zitat Dr. Wallner: "Die 
    Gründung des Olympia-Fördervereins sei ein Wunsch Schadens 
    gewesen: Bestimmend war hier der Bürgermeister."
 3. Dr. Heinz Schaden (SPÖ) wusste, welche der Sponsoren mit dem 
    Olympia-Förderverein einen Vertrag schlossen, und das Geld 
    dorthin überwiesen. 
 4. Dr. Heinz Schaden (SPÖ) wusste, welche Sponsoren mit der 
    Salzburg Winterspiele 2014 GmbH Verträge abschlossen und die 
    Sponsormittel an die Salzburg Winterspiele 2014 GmbH 
    überwiesen. 
 5. Dr. Heinz Schaden (SPÖ) kannte jeden Berater, welcher vom 
    Olympia-Förderverein unter Vertrag genommen wurde, persönlich 
    und Dr. Heinz Schaden (SPÖ) wusste, dass die Berater 
    vom Olympia-Förderverein bezahlt wurden. 
 6. Dr. Heinz Schaden (SPÖ) hat Zahlungen für den Olympia-
    Förderverein veranlasst, zum Beispiel Dr. Andreja Wieser.

Es stimmen alle bisherigen Aussagen und Dokumente, sowohl in der
Wahrnehmung der Aufsichtsräte der Salzburg Winterspiele 2014 GmbH,
als auch in der Wahrnehmung der Vertreter des Olympia-Fördervereins.

Nur eines stimmt nicht: Die Aufsichtsratsmitglieder der Salzburg
Winterspiele 2014 GmbH hat Dr. Heinz Schaden (SPÖ) offensichtlich
nicht über den Olympia-Förderverein und seine Aktivitäten informiert/
informieren lassen.

Deshalb klaffen die Aussagen vor dem
Olympia-Untersuchungsausschuss in Salzburg dermaßen weit auseinander,
dass die Medien folgendes schreiben:

"Von der Existenz eines Fördervereins wussten die Aufsichtsräte 
  so gut wie nichts..."
  "Schaden zog alle Fäden..."
  "Der unsichtbare Olympia-Förderverein..."
  "Man hat den Eindruck, es handelte sich um zwei verschiedene 
  Bewerbungen..."

Dr. Leo Wallner und andere haben ausgesagt, dass mit Dr. Heinz
Schaden und der Bewerbungs GmbH "amikal" sämtliche Angelegenheiten
die Bewerbung Salzburg 2014 betreffend besprochen und geklärt wurden.
Nur daran will sich, wie die Kronenzeitung Salzburg in ihrer Ausgabe
vom 9.Juni 2010 titelte "Politiker haben alles vergessen!", keiner
mehr erinnern. Und genau an diesem Punkt hakt es. Es waren nicht
Politiker (Mehrzahl), die alles vergessen haben, es waren nicht die
Aufsichtsräte, die alles vergessen haben, es waren nicht die
Repräsentanten des ÖOC und des Olympia-Fördervereins, die alles
vergessen haben, es sind nicht die Mitarbeiter und Berater, die alles
vergessen haben, sondern es ist genau 1 Politiker, der vergessen und
vertuschen will, nämlich Dr. Heinz Schaden (SPÖ).

Die Mitglieder des Untersuchungsausschusses sehen von Sitzung zu
Sitzung klarer, dass bisher die Zeugen aus ihrer Wahrnehmung sich
richtig erinnerten, das Gesamtbild aber total schräg hängt.

Warum Dr. Heinz Schaden (SPÖ) die Kontrolle vermeiden wollte,
warum er den Olympia-Förderverein wünschte, warum er Zahlungen
veranlasste, warum er Sponsoren dort und da angesiedelt haben wollte,
warum er bei den 300.000 Euro so herumeiert - dies alles wird Dr.
Heinz Schaden (SPÖ) zu beantworten haben.

Über seine Person lief alles. Dr. Heinz Schaden (SPÖ) war, wie Dr.
Leo Wallner es formulierte "DER BESTIMMER".

Erwin Roth
Journalist (VDS)

Rückfragehinweis:
Erwin Roth Tel.: +43 (0) 650 751 43 11 oder
E-Mail Erwin.Roth@prosportpublishing.com

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