- 08.06.2010, 16:56:28
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Manpower Beschäftigungsausblick 3Q 2010: Firmen rekrutieren wieder
Wien (OTS) - 13% der heimischen Personalchefs gaben an, im Sommer
zusätzliche Mitarbeiter engagieren zu wollen. Ihnen stehen nur 5%
gegenüber, die Personal reduzieren müssen. 88% kommen mit der
derzeitigen Mannschaft aus, 2% schwanken noch.
Für den Manpower Beschäftigungsausblick im 3. Quartal 2010 wurden
750 Betriebe über alle Bundesländer und Branchen befragt. Vorarlberg,
die Steiermark und Wien fallen mit großer Personalnachfrage auf. Auch
in den anderen Bundesländern werden mehr Unternehmen Mitarbeiter
aufnehmen als abbauen. Einzige Ausnahme ist Kärnten mit einem kleinen
Minus.
Nach Wirtschaftssektoren liegen Finanzwesen & Dienstleistungen
deutlich vorne. Ihnen folgen saisonbedingt Gastronomie & Hotellerie
und Land- & Forstwirtschaft. Auch die anderen Sektoren (mit Ausnahme
von Bergbau & Rohstoffgewinnung) beurteilen die Jobchancen gut.
"Viele Industrieunternehmen erzählen uns, dass sie ihre gute
Auftragslage der Nachfrage aus Asien verdanken," sagt Manpower
Geschäftsführer Erich Pichorner. "Weil Folgeaufträge unsicher sind,
suchen sie flexible Personallösungen."
Im Europa-Vergleich liegt Österreich unter den Top 5. Nur in
Polen, Norwegen, Schweden und Deutschland wird mehr rekrutiert.
Deutschlands Optimismus ist der Nachfrage im Handel zu verdanken. Die
einzigen Länder weltweit, die mit Personalreduktionen rechnen, sind
Italien, Griechenland, Spanien, Irland und die Schweiz.
In Amerika liefern die zehn befragten Staaten eine durchwegs
positive Prognose. Die USA als wichtigster Markt erwarten dieselben
Trends wie im Frühlingsquartal und liegen damit spürbar vor dem
Vorjahr.
Asien ist von der Finanz- und Wirtschaftskrise kaum betroffen. Die
aufstrebenden Märkte China und Indien boomen durch starke
Binnennachfrage. Die vergleichsweise reife Ökonomie Japans erlebt die
Krise heftiger. Dass die Bilanz in Japan noch positiv und besser als
im Vorjahr ist, verdankt sie der stabilen Nachfrage im
Dienstleistungssektor.
Die Jobaussichten nach Bundesländern
Im Bundesländervergleich liegt Vorarlberg weit vorne. 25% bzw.
jeder vierte Personalchef plant Neueinstellungen im 3. Quartal.
Abbauen müssen nur 4%.
Einen starken Aufwärtstrend erleben auch Jobsuchende in der
Steiermark. 21% der Betriebe erwarten Zuwächse in den
Mitarbeiterzahlen. Ihnen stehen 3% gegenüber, die Personalabbau
befürchten.
Auch Wien erfreut mit überdurchschnittlichen Jobchancen. 20% der
Betriebe planen zusätzliches Personal ein, nur 4% müssen reduzieren.
Oberösterreich eröffnet das Mittelfeld mit 12% Personal
aufnehmenden zu 6% abbauenden Unternehmen.
In Salzburg lautet der Saldo 10% aufstockende zu 4% Mitarbeiter
reduzierende Betriebe.
In Tirol gibt es merkliche Bewegungen in beide Richtungen: 13%
stocken auf, 11% kürzen.
Niederösterreich erzielt dieselbe Differenz mit 7% zu 5%.
Das Burgenland prognostiziert mit 6% aufbauenden zu 5% abbauenden
Unternehmen gerade noch positiv.
Wie schon in den letzten Quartalen kommt der einzige negative Wert
aus Kärnten. Hier planen nur 4% der Unternehmen, zusätzliches
Personal einzustellen. 6% hingegen Kündigungen.
Die Jobaussichten nach Wirtschaftssektoren
Einen massiven Aufschwung erwartet Finanzwesen & Dienstleistungen.
Mit 25% plant jeder vierte Personalchef Neueinstellungen. Nur 3%
gehen von Abgängen aus.
Bemerkenswert auch die Nachfrage in Gastronomie & Hotellerie: 19%
stocken ihre Mannschaften auf, nur 4% reduzieren.
Der Anstieg in Land- & Forstwirtschaft ist saisonbedingt. 16% der
Betriebe suchen Leute, 6% bauen ab.
Auch das Bauwesen fällt mit 12% Personal aufbauenden zu 3%
abbauenden Betrieben positiv auf.
17% der Unternehmen in Verkehr & Telekommunikation stocken nach
langer Durststrecke auf. Ihnen stehen 9% gegenüber, die abbauen.
Auch die Sachgütererzeugung erwartet denselben Saldo bei 14%
aufstockenden zu 6% reduzierenden Betrieben.
Vorsichtig positiv bilanziert auch der Handel mit 9% Firmen, die
aufbauen wollen, zu 5%, die kürzen müssen.
In der Energieversorgung erwarten 11% Zuwächse, 8% gehen von
Abgängen aus. Auf den gleichen Saldo kommt der Öffentliche Sektor mit
7% Aufbau zu 4% Abbau.
Der einzige Bereich mit pessimistischer Erwartungshaltung ist
Bergbau- & Rohstoffgewinnung. Hier rechnen nur 3% mit Neuaufnahmen.
Kündigungen müssen 7% aussprechen.
Rückfragehinweis:
Mag. Andrea Lehky, 1010 Wien, Schottenring 12,
T: 01 516 76-120, F: -199, E: [email protected]
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