• 08.06.2010, 06:03:32
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Global Peace Index: 2010 Weltweit steigende Gewaltbereitschaft; Gewalttaten kosten Wirtschaft jährlich 7Billionen USD

London, June 8, 2010 (ots/PRNewswire) - Im zweiten Jahr in Folge ist die
Gewaltbereitschaft in der Welt gestiegen. Dies besagt der zum
vierten Mal erschienene alljährliche Global Peace Index (GPI), der
heute veröffentlicht wurde. Im Angesicht der weiterhin schwächelnden
globalen Wirtschaftslage verweisen die diesjährigen Daten auf eine
gesteigerte Konfliktintensität und wachsende Instabilität. Diese sind
in Verbindung zu setzen mit dem wirtschaftlichen Abschwung des
Jahres 2008, der in einigen Ländern zu stark gestiegenen Mordraten,
einer wachsenden Zahl gewalttätiger Demonstrationen sowie
zunehmender Angst vor Kriminalität geführt hat.

Um die multimediale Pressemitteilung zu sehen, gehen Sie bitte
zu:

http://multivu.prnewswire.com/mnr/prne/iep/42434

Die steigende Gewaltbereitschaft beraubt die globale Wirtschaft
ihres Vermögens zu einem Zeitpunkt, wo dies so notwendig ist, wie
nie zuvor. Ein 25%-iger Rückgang der weltweiten Gewaltrate würde
jährlich bis zu 1.8 Billionen USD freisetzen[1] - genug, um
Griechenlands Schulden zu decken, die Vollendung der Millennium
Development Goals (MDG) zu finanzieren sowie die 20-20-20 Klima- und
Energieziele zu erreichen.

Der GPI, initiiert durch das Institute for Economics and Peace
(IEP), ist die einzige Studie ihrer Art, die zum Ziel hat, die
globale Friedensbereitschaft zu bemessen. Ausgedehnt auf 149
unabhängige Staaten wurde jenen in diesem Jahr im Zuge der Vorgaben
des GPI ein Rang zugewiesen. Anhand von 23 qualitativen und
quantitativen Indikatoren kombiniert der GPI interne und externe
Faktoren, die sich von Militärausgaben über Beziehungen mit
Nachbarstaaten sowie die Schwere der jeweiligen Gewalttaten Niveau
der Gewaltkriminalität erstrecken.

"Die Recherchen des IEP, basierend auf dem GPI - Daten der
vergangenen vier Jahre, erbringen den bezifferbaren Beweis, dass die
Förderung der Friedfertigkeit die globale Wirtschaft verändern kann
und jene Reichtümer freisetzt, die gebraucht werden, um Schulden zu
begleichen, wirtschaftliche Expansion zu finanzieren und ein
nachhaltigeres Umfeld zu schaffen", so Steve Killelea, Gründer des
GPI.

Neuseeland, Spitzenreiter des GPI, ist eines von nur drei Ländern
auf den ersten zehn Rängen, die es geschafft haben, im diesjährigen
Index die Friedfertigkeit ihres Landes zu verbessern. Island wurde
Rang 2 zugewiesen, da sich die Wirtschaft des Landes stabilisiert
hatte, nachdem es im letzten Jahr auf Platz vier gefallen war; diese
Verbesserung demonstriert die Stabilität friedfertiger Nationen.

Prof. Jeff Sachs[2], Direktor des Earth Institute der Columbia
University kommentiert diese Ergebnisse: "Der GPI setzt seine
Pionierarbeit fort, indem er das Augenmerk der Welt auf die
gewaltigen wirtschaftlichen Ressourcen lenkt, die wir mit Gewalt und
Kämpfen verschwenden. Die Zahl an Menschenleben sowie das Geld, das
wir für Kriege, Inhaftierungen, Waffensysteme, Waffenhandel und
dergleichen mehr verschwenden, könnte darauf verwendet werden, die
Armut zu beenden, Bildung zu fördern und die Umwelt zu schützen.

Der GPI wird nicht nur unsere Aufmerksamkeit auf diese
essentiellen Themen richten, sondern uns auch dabei helfen, diese zu
verstehen und produktiv in eine friedlichere Welt zu investieren."

Trotz des globalen wirtschaftlichen Abschwungs haben der Nahe
Osten & Nord Afrika sowie Schwarzafrika seit Beginn der Recherchen
im Jahr 2007 die meisten Plätze gutgemacht. Die Gründe für diese
Verbesserung variieren, doch beinhalten sie größere politische
Stabilität und einen Rückgang der Militärausgaben im Nahen Osten &
Nordafrika sowie einen erchwerten Zugang zu Waffen, eine verminderte
Konfliktbereitschaft sowie verbesserte Nachbarschaftsbeziehungen mit
angrenzenden Staaten im Falle von Schwarzafrika.

Im Gegenzug verzeichnete der Süden Asiens den größten Anstieg der
Gewaltbereitschaft als Ergebnis vermehrter Verwicklungen in
Auseinandersetzungen, eine gestiegene Todesrate aufgrund interner
Konflikte und Menschenrechtsverletzungen. Die Länder, die von dieser
Entwicklung am meisten betroffen waren, sind Indien, Sri Lanka und
Pakistan. In all den Jahren erlebte Lateinamerika den stärksten
Anstieg der Gewaltbereitschaft aufgrund von vermehrter interner
Gewalt, Morddelikten und einer erhöhten wahrgenommenen Kriminalität.

Dazu Georg Kell, Executive Director des United Nations Global
Compact: "Diese Forschungsdaten verweisen deutlich auf die starke
positive Beziehung zwischen Frieden und Faktoren, die entscheidend
sind für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung, wobei die Größe
eines Marktes, Kostenstrukturen und Gewinne darin eingeschlossen
sind. Wirtschaftsführer wären gut beraten, diese Daten zu bedenken
wenn sie ihre strategischen und operativen Pläne erstellen und über
Investitionen entscheiden."

Die Vereinigten Staaten verbesserten ihre Punktzahl, rutschten
aber aufgrund der Miteinbeziehung neuer Länder und der neuen
Gewichtung der Anzahl schwerer Waffen auf dem Index drei Plätze nach
unten. Abgesehen von methodischen Veränderungen nahm die
Friedfertigkeit in den USA seit Beginn der Studie in einem nie
erlebten Maße zu, was sich durch gesteigerte politische Stabilität
und eine gesunkene Zahl an Todesfällen bedingt durch externe
Konflikte ausdrückt.

Westeuropa bleibt weiterhin die friedfertigste Region, mit der
Mehrzahl seiner Länder auf den Plätzen 1-20. Alle fünf
skandinavischen Länder haben einen Platz in den Top Ten; dennoch
rutschte Dänemark um fünf Plätze auf Platz 7 aufgrund sinkenden
Respekts gegenüber der Menschenrechte sowie Dänemarks fortwährender
Beteiligung am Afghanistan-Konflikt.

Der Irak, Somalia und Afghanistan wurden zum zweiten Jahr in
Folge als die am wenigsten friedfertigen Länder eingestuft. Syrien,
Georgien, die Philippinen, Russland und Zypern waren die Verlierer
der diesjährigen Studie.

Der GPI wurde von Steve Killelea, einem internationalen
Technologie-Entrepreneur und Philanthrop aus Australien, ins Leben
gerufen. Der GPI ist Teil des Institute for Economics and Peace,
einer weltweit agierenden Ideenschmiede, die sich der Erforschung
und Förderung der Beziehungen von Wirtschaft, Business und Frieden
verschrieben hat. Ein internationales Gremium von Experten der
Friedensforschung berät über die Identifizierung und Gewichtung der
Indikatoren des GPI, der durch das Economist Intelligence Unit
zusammengestellt wird.

Für weiterführende Informationen besuchen Sie bitte
http://www.visionofhumanity.org

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[1] Laut den Daten der IEP/Economists for Peace & Security,
veröffentlicht im GPI2010 Discussion Paper

[2] Prof. Sachs wirkt auch als Sonderberater für UN
Generalsekretär Ban Ki-moon; Quetelet- Professor für Nachhaltige
Entwicklung und Professor für Gesundheitspolitik und Management an
der Columbia University, Präsident und Mitbegründer der Millennium
Promise Alliance, einer gemeinnützigen Organisation deren Ziel es
ist, die globale Armut zu beenden. Auch ist er Autor zahlloser
wissenschaftlicher Artikel und Bücher, unter anderem der New York
Times Bestseller "Common Wealth" (Penguin, 2008), erschienen im
Verlag Siedler unter dem deutschen Titel: "Das Ende der Armut" und
"The End of Poverty" (Penguin, 2005), auch bei Siedler erschienen,
unter: "Wohlstand für viele: Globale Wirtschaftspolitik in Zeiten
der ökologischen und sozialen Krise".

Kontaktdaten
    International: Hill & Knowlton for the GPI, [email protected]
    Sara Jurkowsky, [email protected], +44-207-973-5970
    Alexander Breedon, [email protected], +44-207-973-5935
    USA: Edelman for the Global Peace Index
    Amgad Naguib, Edelman for the GPI, [email protected],
    +1-202-289-6305

Rückfragehinweis:
CONTACT: Kontaktdaten: Global: Hill & Knowlton for the
GPI,[email protected]; Sara
Jurkowsky,[email protected], +44-207-973-5970; Alexander
Breedon,[email protected], +44-207-973-5935; USA: Edelman
for the GlobalPeace Index, Amgad Naguib, Edelman for the GPI,
[email protected],+1-202-289-6305

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