• 07.06.2010, 14:58:56
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Kerschbaum: Kostenexplosion bei ITER nicht einfach hinnehmen

Kernfusion - Milliardengrab auf Kosten der Österreichischen Unis?

Wien (OTS) - Auf die Nachricht von einer Verdoppelung der Kosten
für den Kernfusions-Forschungsreaktor ITER erklärt die Bundesrätin
der Grünen, Elisabeth Kerschbaum: "Die Kostenexplosion bei ITER darf
nicht auf Kosten der heimischen Forschung und Lehre einfach
hingenommen werden." In einer umfangreichen Anfrage an Ministerin
Karl will Kerschbaum u.a. erfahren, ob ein Zusammenhang zwischen den
Mehrausgaben für ITER und den angekündigten Kürzungen von 3000
Stellen an den österreichischen Universitäten besteht.
"7-8 Mrd. Euro mehr für ITER - davon 45 Prozent aus Euratom - das
ergibt auch einige zig-Millionen für Österreich. Dass der Ministerin
dazu nicht mehr einfällt, als auf die Vorschläge einer
Expertenkommission zu warten, ist ein schlechter Witz. Wenn an allen
Ecken und Enden gespart werden muss, dürfen derartige
Kostenexplosionen nicht einfach hingenommen werden", fordert
Kerschbaum. "Seit 70 Jahren hören wir, dass die Kernfusion in 70
Jahren nutzbar sein könnte. ITER ist nur ein kleiner Schritt und ob
das Ganze irgendwann von Erfolg gekrönt sein wird, ist sowieso
fraglich. Zusätzlichen Milliarden aus Euratom darf die Ministerin
daher einfach nicht zustimmen", so Kerschbaum abschließend.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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