- 07.06.2010, 09:24:38
- /
- OTS0036 OTW0036
ÖH Uni Wien: Studieren muss für alle möglich sein
Studierenden-Sozialerhebung zeigt soziale Undurchlässigkeit durch fehlende Beihilfen und Zugangsbeschränkungen
Wien (OTS) - Die am Freitag bekannt gewordene
Studierenden-Sozialerhebung bestätigt die ÖH Uni Wien in ihrer
Forderung nach einer Öffnung der Hochschulen statt deren Beschränkung
nach Ministerin Karls Wünschen.
"Am Medizin-Studium lässt sich besonders gut erkennen: Hochschulen
werden durch Zugangsbeschränkungen zu Elite-Einrichtungen.
Finanzschwachen und Bildungsfernen Schichten werden nur noch mehr
Hürden in den Weg gelegt, deswegen ist der Vorstoß von Karl, auch in
weiteren Studienrichtungen Zugangsbeschränkungen einzuführen, fatal",
kritisiert Flora Eder die Bildungspolitik der
Wissenschaftsministerin.
An Universitäten sank der Anteil an StudentInnen aus 'niedrigen
sozialen Schichten' von 26% (1998) auf 18 %.
Für Veronika Helfert, ÖH Uni Wien Vorsitzteam ist es "besonders
erschreckend, dass eben diese 18% der StudentInnen besonders häufig
ihr Studium aus finanziellen Gründen frühzeitig abbrechen müssen.
Wartejahre und Knock-out-Prüfungen verschärfen diesen Effekt nur".
Der Anteil der StudentInnen, die arbeiten müssen um ihren
Lebensunterhalt zu bestreiten hat seit 2006 weiter zugenommen.
"StudentInnen arbeiten durchschnittlich 20 Stunden in der Woche,
obwohl das Studium selbst ein Vollzeitjob ist. Studienbeihilfen
müssen endlich vom Einkommen der Eltern losgekoppelt werden und
studieren über der Armutsgrenze für alle möglich machen", schließt
Oona Kroisleitner, Vorsitzteam der ÖH Uni Wien
Rückfragehinweis:
Referat für Öffentlichkeitsarbeit
Elena Barta: 0650 22 12 188
Johanna Pisecky: 0680 20 80 370OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OHW






