• 04.06.2010, 13:30:55
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Grünewald zu Studierenden: "Kein Geld, kein Studium"

Ohne Konjunkturpaket für Bildung kein Ende der sozialen Schieflage

Wien (OTS) - "Kinder aus bildungsferneren und einkommensschwachen
Schichten sind vielfach vom Studium an Universitäten ausgeschlossen,
während Kinder aus der gehobenen und hohen sozialen Schichten
deutlich überrepräsentiert sind." Für den Grünen
Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald steht angesichts des aktuellen
Berichts zur sozialen Lage der Studierenden fest: "Es ist eine
Schande, dass die soziale Diskriminierung unseres Schulsystems sich
an den Universitäten ungebremst fortsetzt und bislang keine
ausreichenden Maßnahmen für eine bessere Balance im Bildungssystem
gefunden wurde", kritisiert Grünewald.

"Zweifellos ist es richtig, dass der kostenfreie Zugang keine
signifikante Besserung dieser Schieflage erzielen konnte. Völlig
irrational ist aber die unterschwellige Argumentation eine Einführung
von Studiengebühren würde die eine Verbesserung für
einkommensschwache Schichten bringen. Studienbeiträge als
Anreizsystem ein Studium aufzunehmen ist einfach nur mehr absurd",
ärgert sich Grünewald.

"Wenn nun spät aber doch BM Karl meint sie würde gegensteuern, dann
fragt sich wie? Wenn StudienanfängerInnen aus gehobenen sozialen
Schichten über den Faktor zwei hinaus überrepräsentiert sind, wird
man sich wohl nicht wünschen diese vom Studium abzuhalten. Da kann
Karl aber nur gegensteuern indem die Zahl von StudienanfängerInnen
aus niedrigen und mittleren sozialen Schichten deutlich angehoben
wird", rechnet Grünewald vor.

"Hier aber beisst sich die bildungspolitische Katze gleich dreimal in
den Schwanz. Die Budgets werden gekürzt, von gekürzten Budgets sollen
noch Rücklagen gebildet werden und die Studienplätze sollen durch
Aufnahmeverfahren beschränkt werden"ätzt Grünewald.
Wie man hier dann noch wirklich glaubwürdig vom Gegensteuern sprechen
kann, ist ein Mysterium", so Grünewald. "Es ist ganz offensichtlich:
Wir brauchen ein Konjunkturpaket für Bildung und Forschung, alles
andere ist ein Rückschritt und ein Fortschreiben der
Diskriminierung."

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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